Kroppach krönt Saison mit Sieg gegen Fraulautern PDF Drucken E-Mail
Der Deutsche Meister schlägt am letzten Spieltag den aufstrebenden Widersacher

Von unserem Mitarbeiter Jörn Müller

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So sehen Sieger aus: Shan Xiaona, Anastasia Voronova, Kristin Silbereisen, Coach Dennis Leicher, Wu Jiaduo und Krisztina Toth (von links) präsentieren den Meister-Pokal. Für den FSV Kroppach ist es der sechste nationale Titel – und der fünfte in Folge. Fotos: Jürgen Vohl


Kroppach. Strahlende Gesichter in Kroppach: Die Bundesliga-Frauen des FSV Kroppach hatten bereits am vergangenen Freitag die Meisterschaft in der 1. Bundesliga unter Dach und Fach gebracht. Am Sonntag folgte bei einem hochklassigen 6:3 gegen den Tabellenzweiten, den TTSV Saarlouis-Fraulautern, ein tolles Schaulaufen zum Saisonabschluss vor der anschließenden Meisterfeier.

Neben den Spielerinnen war auch Teamchef Dennis Leicher überglücklich und fasste die tolle Saisonleistung in wenigen Worten zusammen: „Unsere Mannschaft hat über die komplette Saison hinweg beständig Spitzenleistungen gezeigt. Das Hinspiel haben wir verloren, weshalb Fraulautern auch heute unbedingt gewinnen wollte. Selbst wenn wir verloren hätten, wäre mir das aber egal gewesen. Die Meisterschaft konnte uns nämlich keiner mehr nehmen.“

In den Doppeln begannen beide Teams hochmotiviert. Auf Kroppacher Seite unterlagen Wu Jiaduo/Kristin Silbereisen dem gegnerischen Spitzendoppel Li/Solja in vier umkämpften Sätzen mit 1:3. Besser machten es Shan Xiaona und Krisztina Toth, die im Entscheidungssatz mit 11:5 die Oberhand über Ni/Fazekas behielten.

Auch in den Einzeln präsentierte Shan sich von ihrer besten Seite: Gegen Ni Xia Lian hatte sie bei ihrem 3:0 keine Mühe. Wu hingegen war Spitzenspielerin Li Fen am Nachbartisch deutlich mit 0:3 unterlegen.

Toth und Anastasia Voronova, die im Einzel für Kristin Silbereisen zum Einsatz kam, begannen ihre Einzel vielversprechend und gewannen die ersten beiden Sätze jeweils deutlich. Während Toth gegen Solja im dritten Satz den Sack zumachte, verlor Voronova im folgenden die Konzentration und gab ihr Einzel gegen Fazekas noch mit 2:3 ab.

Beim Stand von 3:3 zur Pause rechneten sich die Gäste aus dem Saarland durchaus einen Punktgewinn aus. Diese Hoffnung machten Shan, Wu und Toth aber relativ schnell zunichte. Vor allem Shan ragte bei ihrem 3:1 über die beste Spielerin der Bundesliga, Fen Li, heraus und zeigte nur im zweiten Satz leichte Schwächen. „Dudu“ siegte im Parallelspiel deutlich und ungefährdet gegen Ni.

Zur Matchwinnerin wurde an diesem Sonntag Toth, die durch ein 3:1 gegen Fazekas den letzten Punkt zum 6:3-Endstand beisteuerte.



Kroppach - Fraulautern 6:3

Wu/Silbereisen - Li/Solja 8:11, 14:12, 11:13, 5:11; Shan/Toth - Ni/Fazekas 11:4, 6:11, 8:11, 11:4, 11:5; Shan - Ni 11:3, 11:6, 11:8; Wu - Li 7:11, 4:11, 8:11; Toth - Solja 11:5, 11:9, 13:11; Voronova - Fazekas 11:4, 11:8, 2:11, 9:11, 8:11; Shan - Li 11:6, 11:13, 11:9, 11:7; Wu - Ni 11:5, 11:8, 11:2; Toth - Fazekas 7:11, 11:9, 11:6, 11:3.

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Auf sie war auch im Prestigeduell gegen Kroppachs ärgsten Widersacher Saarlouis-Fraulautern Verlass: „Nana“ Shan Xiaona.


Westerwälder Zeitung vom Montag, 7. Mai 2012, Seite 24