Der MTV Tostedt steckt in personellem Engpass PDF Drucken E-Mail
Der MTV Tostedt hat für den Rest der Saison mit personellem Notstand zu kämpfen, denn neben Spitzenspielerin Han Ying sieht nun auch noch Tatsiana Kostromina Mutterfreuden entgegen und wird nicht mehr spielen. Die Vorzeichen bei den beiden bevorstehenden Auswärtsbegegnungen beim Tabellenführer FSV Kroppach und der SV Böblingen liegen deshalb klar auf der Hand. In der dritten Partie erwartet Schlusslicht TTC Langweid den FSV Kroppach, der den Gästen in der Hinrunde das Leben nicht einfach machte. Vor allem TTC-Spitzenspielerin Aya Umemura zeigte sich von ihrer stärksten Seite, und mit der Nummer vier des FSV Krisztina Toth wird eine Ex-Langweiderin begrüßt.

 
Freitag, 19.30 Uhr: FSV Kroppach – MTV Tostedt

Babyboom bringt die Niedersachsen personell in Bedrängnis

Der MTV Tostedt wird sich in den beiden schweren Auswärtsspielen lediglich noch mit einer Rumpfmannschaft präsentieren, denn von den Stammkräften verbleiben Nadine Bollmeier und Svenja Obst, die im Spitzenpaarkreuz ihr Debüt geben wird. „Wir haben es mit unserer Nachwuchsarbeit schon immer sehr ernst genommen. Han Ying und Tatsiana Kostromina, die ja auch gemeinsam Doppel gespielt haben, haben diese Verantwortung übernommen. Ärgerlich wäre es gewesen, wenn sie verletzt wären, doch so freuen wir uns mit den Beiden. Nach unserem Rückzug in die 2. Bundesliga, der übrigens gar nichts mit den Schwangerschaften zu tun hat, werden wir nun nur noch bestrebt sein, das Bestmögliche aus der restlichen Saison zu machen“, berichtet Trainer Jimmie Langham. Derzeit basteln die Niedersachsen noch an der Aufstellung für das Wochenende, denn lediglich Yvonne Kaiser ist als Ersatz bisher fest dabei. „Das Freitagspiel stellt uns vor das Problem, dass in der Uni noch wichtige Prüfungen anstehen. Eventuell kommt eine Spielerin aus unserer dritten Mannschaft zum Einsatz“, ergänzt Langham. Die Mannschaft werde in Kroppach übernachten und dann ganz entspannt weiter nach Böblingen fahren.

Der FSV Kroppach holte sich den Thron in der Liga nach überlegen geführten Partien am vergangenen Spieltag zurück, sodass 24:1 Spiele in der Rückrunde zu Buche stehen. Keine Frage, dass gegen die Niedersachsen ein Pflichtsieg vorprogrammiert ist. „Wenn wir verletzungsfrei bleiben sind wir auf einem guten Weg, aber wir benötigen noch fünf Punkte bis zur Meisterschaft. Gegen den MTV planen wir unter diesen Voraussetzungen natürlich einen doppelten Punktgewinn ein, aber Nadine und vor allem Svenja haben oben nichts zu verlieren“, sagt FSV-Teambetreuer Dennis Leicher. Erfreulich, dass Kristin Silbereisen ihr Unwohlsein überstanden hat, und es der Nationalspielerin wieder besser geht. „Ich bin seit gestern wieder im Training. Es war wohl ein Virus, denn gegessen hatten wir alle das Selbe. Wir wollen auf jeden Fall wieder vier Punkte einfahren, egal wer auf der anderen Seite steht“, sagt Silbereisen.  

Noch keine näheren Angaben wollte Leicher darüber tätigen, ob vielleicht erstmalig in der Rückserie die Nummer fünf der Kroppacherinnen, die Russin Anastasia Voronova zum Einsatz kommt.


Sonntag, 14 Uhr: TTC Langweid – FSV Kroppach

Gastgeber freut sich auf Krisztina Toth

Mit dem Achtungserfolg gegen den TSV Schwabhausen hat Schlusslicht TTC Langweid noch einmal bestätigt, dass sie über eine gute Mannschaft verfügen. „Die Vorzeichen gegen Kroppach sind trotzdem klar gesteckt. Dieser Sieg lässt uns nicht überheblich werden, so vermessen sind wir nicht. Wir wollen gute, und vielleicht auch das eine oder andere spannende Spiel unseren Fans bieten“, sagt TTC-Vorsitzender Gert Jungbauer Die Nummer eins des TTC Aya Umemura brillierte im Hinspiel mit Siegen gegen Shan Xiao Na und Wu Jiaduo. Außerdem verpasste die Japanerin an der Seite von Xue 

Spitzenspielerin Aya Umemura vom TTC Langweid (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)Spitzenspielerin Aya Umemura vom TTC Langweid (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)
Han Vukelja im Doppel mit einem 7:11 im fünften Satz gegen Wu Jiaduo/Kristin Silbereisen nur knapp den dritten Gegenpunkt. Des Weiteren scheiterte Katharina Schneider gegen Anastasia Voronova mit 10:12 im fünften Abschnitt hauchdünn.

„Wir würden uns freuen, wenn unsere ehemalige Spielerin Krisztina Toth dabei wäre, die auch bis vor einem halben Jahr in Langweid gewohnt hat. Inzwischen ist sie nach Augsburg umgezogen, aber sie trainiert immer noch bei uns und ist auch bei den Zuschauern gern gesehen“, sagt Jungbauer.

„Wir sind schon von Saisonbeginn an der Meinung, dass das Team von Langweid besser ist als ihre derzeitige Platzierung. Vor allem im oberen Paarkreuz sind sie in der Lage uns Paroli zu bieten. Shan Xia Na hatte im Hinspiel das erste Mal gegen Vukelja gewinnen können. Im unteren Paarkreuz sehe ich aber schon Vorteile für uns, sodass wir einen Schritt in Richtung Meisterschaft voran kommen sollten“, gibt sich Dennis Leicher, Teambetreuer des FSV Kroppach, zuversichtlich.

Martina Emmert (mehr auf www.tischtennis.de)