Meister Kroppach stolpert in Saarlouis PDF Drucken E-Mail
FSV kassiert eine letztlich deutliche 2:6-Niederlage

Von unserem Redakteur Christoph Gerhards

alt
Bild vergrößern
 
Kroppachs Shan Xiaona (Foto) gewann zwar in Saarlouis ihr Doppel mit Krisztina Toth, verlor aber ihre beiden Einzel jeweils denkbar knapp mit 9:11 im fünften Satz. Foto: Jürgen Vohl
 
Saarlouis. 
Ausgerechnet im letzten Spiel vor Weihnachten ist die lange Erfolgsserie des FSV Kroppach in der Tischtennis-Bundesliga der Frauen gerissen. Nach 23 Siegen in Folge gab es für den Spitzenreiter beim Tabellendritten TTSV Saarlouis-Fraulautern eine 2:6-Niederlage, weil gleich drei Spiele knapp im fünften Satz verloren gingen. „Saarlouis hat verdient gewonnen“, zeigte sich FSV-Teamchef Dennis Leicher als fairer Verlierer.

Schon die Doppel liefen für den Tabellenführer nicht wunschgemäß. Zwar gewannen Shan/Toth ihr Spiel gegen Ni/Fazekas ganz klar, doch Wu/Silbereisen versiebten nach einer klaren 2:0-Satzführung in der Folge fünf Matchbälle gegen Li/Solja und gaben den entscheidenden fünften Durchgang letztlich mit 12:14 ab. „Das war natürlich schon ein Knackpunkt“, meinte Leicher. „Ich glaube nicht, dass wir bei einer 2:0-Führung noch verloren hätten.“

Im oberen Paarkreuz schien FSV-Spielerin Shan Xiaona das Kroppacher „Schreckgespenst“ Li Fen endlich mal bezwingen zu können, denn sie gewann die beiden ersten Sätze deutlich – und musste sich doch noch mit 9:11 im fünften Satz geschlagen geben. „Dudu“ Wu Jiaduo sorgte gegen „Nixi“ Ni Xia Lian mit einem 3:1 nach verlorenem ersten Satz dafür, dass Kroppach beim Stand von 2:2 weiter dagegenhielt.

Nicht einkalkuliert war auf Kroppacher Seite die Niederlage von Krisztina Toth gegen ihre ungarische Landsfrau Maria Fazekas. „Das war ein typisch ungarisches Duell, bei dem man nie weiß, wie es ausgeht, denn die Beiden kennen sich schon ewig“, sagte Leicher. Weniger überraschend war die Niederlage von Kristin Silbereisen gegen Petrissa Solja, deren Spielsystem ihr nicht liegt: Sie verlor dann auch in vier Sätzen. Damit lag der Meister zur Pause mit 2:4 zurück.

Anschließend war auch Wu Jiaduo nicht in der Lage, Li Fen zu stoppen. Sie holte sich zwar den dritten Satz überdeutlich und führte im vierten mit 9:7, doch Li sorgte für die 5:2-Führung für Saarlouis. Shan führte zwar gegen „Nixi“ mit 2:1 Sätzen, gab die beiden folgenden aber jeweils mit 9:11 ab – die klare Niederlage war besiegelt.



Saarlouis-Fraulaut. - Kroppach 6:2

Li/Solja - Wu/Silbereisen 3:11, 8:11, 12:10, 11:9, 14:12; Ni/Fazekas - Shan/Toth 5:11, 6:11, 3:11; Li - Shan 6:11, 4:11, 11:6, 11:6, 11:9; Ni - Wu 11:3, 6:11, 11:13, 5:11; Fazekas - Toth 4:11, 11:7, 11:4, 11:7; Solja - Silbereisen 11:7, 3:11, 11:7, 11:8; Li - Wu 11:4, 11:7, 1:11, 12:10; Ni - Shan 6:11, 11:8, 7:11, 11:9, 11:9.

Westerwälder Zeitung vom Montag, 19. Dezember 2011, Seite 18