Kroppach steht vor kniffliger Aufgabe PDF Drucken E-Mail
FSV spielt am Sonntag beim selbstbewussten Tabellendritten in Saarlouis

Von unserem Redakteur Christoph Gerhards


Kroppach. Am letzten Hinrundenspieltag der Tischtennis-Bundesliga stehen die Frauen des Spitzenreiters FSV Kroppach am Sonntag, 14 Uhr, beim TTSV Saarlouis-Fraulautern vor ihrer schwierigsten Aufgabe.

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Li Fen, die Spitzenspielerin des TTSV Saarlouis-Fraulautern, war von den Kroppacherinnen in den vergangenen Jahren kaum zu knacken. Nun unternehmen „Dudu“ Wu Jiaduo und Shan Xiaona einen neuen Anlauf. Foto: J. Vohl


Denn der gastgebende Tabellendritte verfügt in Li Fen über eine Spitzenspielerin, die gegen Kroppach schon seit Jahren für zwei Einzelpunkte gut ist, über zwei Doppel, die jeweils eine 5:2-Bilanz aufweisen, über eine Petrissa Solja, die gegen Kristin Silbereisen gut zurecht kommt, und haben vor allem auch den Glauben an die eigene Stärke. „Saarlouis gehört nicht zu den Teams, die sich schon vor dem Spiel gegen uns aufgeben“, weiß Kroppachs Teamchef Dennis Leicher. „Sie treten selbstbewusst auf, das ist ein gefährlicher Gegner. Das ist eine derjenigen Mannschaften in der Bundesliga, die uns an einem guten Tag schlagen können, denen aber die Konstanz fehlt, um wirklich nach dem Titel zu greifen. Nach den Niederlagen in Bingen und gegen Berlin ist für Saarlouis selbst ein 5:5 zu wenig, wenn sie uns ernsthaft angreifen wollen. Der Druck liegt in diesem Spiel ganz klar bei den Saarländerinnen.“

Und damit ist Leicher auch schon bei den Punkten, die für seine eigene Mannschaft sprechen, die sich natürlich nach 23 Bundesliga-Siegen in Folge nicht fürchten wird. „Unsere beiden Doppel sind stabil“, sagt Leicher. „Ich denke, die einzige Niederlage von Shan/Toth war ein Ausrutscher. Und im oberen Paarkreuz wird sich auch Li Fen strecken müssen, wenn sie sowohl gegen Dudu als auch gegen Shan gewinnen will.“

Dem FSV-Duo räumt Leicher gute Chancen ein, sich gegen „Nixi“ Ni Xia Lian durchzusetzen, die aus ihrer Zeit in Heerlen ein „rotes Tuch“ für die Kroppacher ist.

Im zweiten Paarkreuz der Gastgeberinnen spielt neben Petrissa Solja die Ungarin Maria Fazekas, die mit einer 5:5-Bilanz in den Einzeln bislang ein wenig hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Aber auch dafür hat Leicher eine Erklärung: „Ich denke, dass sich Maria dort nicht so ganz wohlfühlt. Denn in Saarlouis spielen vier Mädels, aber das ist keine richtige Mannschaft, weil viel zu viel auf Solja und Li Fen zugeschnitten ist. Maria vermisst diesen Teamgeist, den wir haben. Unsere Mannschaft ist auf die Saison gesehen stärker.“

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 17. Dezember 2011, Seite 13