FSV Kroppach noch nicht ganz ohne Probleme zum Sieg PDF Drucken E-Mail
Kroppach. Der amtierende Deutsche Meister FSV Kroppach hat gegen den TTC Langweid eigentlich eine leichtere Aufgabe zu lösen als erwartet, da bei den Gästen die Nummer drei Laura Matzke verletzungsbedingt nicht spielte. Doch neben dem umkämpften Doppel von Wu Jiaduo/Kristin Silbereisen, gestaltete sich auch das Einzel von Anastasia Voronova gegen Katharina Schneider äußerst eng. Außerdem meldete sich Aya Umemura beim Aufsteiger mit Erfolgen gegen Shan Xiao Na und Wu Jiaduo eindrucksvoll in der Liga zurück, sodass sich der TTC mit dem 2:6 gut aus der Affäre zog.

 FSV Kroppach noch nicht ganz ohne Probleme zum SiegAnastasia Voronova, Neuzugang beim FSV Kroppach, atmet nach ihrem Sieg erleichtert auf

FSV Kroppach – TTC Langweid 6:2
 

Anastasia Voronova und Aya Umemura überzeugen gleichermaßen
 

Beim FSV Kroppach darf der erste Test in der Saison 2011/12 als gelungen bezeichnet werden, auch wenn hier und da noch ein wenig Sand im Getriebe steckte. Der TTC Langweid kam den Gastgeberinnen entgegen, allerdings nicht freiwillig, denn die Nummer drei Laura Matzke fehlte wegen einer Verletzung an der Schlaghand.

Katrin Meyerhöfer leistete ihrer Mannschaft in Kroppach zwar Beistand, aber ins kalte Wasser der 1. Liga wurde Marina Heinrich geworfen. Heinrich spielt in der Bayernliga, an Position vier in der dritten Mannschaft. Die 16-Jährige komplettierte die Bayern, blieb aber selbstverständlich im Doppel zusammen mit Katharina Schneider und im Einzel gegen die Nummer 42 der Weltrangliste, Kristin Silbereisen, chancenlos.

Aufgrund dieser Perspektive und einem 2:0 nach den Doppeln setzte der FSV seine 26-jährige Neuverpflichtung Anastasia Voronova für die Ungarin Krisztina Toth ein. Die Russin meisterte ihre Premiere nach einer Berg- und Talfahrt letztendlich mit Bravour. Die Linkshänderin siegte gegen Schneider mit 11:8, 11:6, 10:12, 7:11 und 12:10 zum 5:1 zur Pause. Im dritten Satz vergab Voronova einen Matchball, der die Langweiderin aufbaute, sodass sie auch im vierten Satz schnell vorn lag. Im Entscheidungsdurchgang drohte die Partie nach einem 6:9 und 8:10 gänzlich zu kippen. Doch nun war es an der Zeit, dass Voronova  zwei Matchbälle vereitelte und gerade noch so den Kopf aus der Schlinge zog.

Shan Xiao Na ließ gegen Umemura gleich im ersten Satz die Aussicht auf einen 3:0-Erfolg ungenutzt. Die Kroppacherin führte bereits 10:7, scheiterte aber 10:12 gegen die Japanerin. Danach folgten ein 11:5, 12:10, aber auch ein 6:11, 5:11. Im zweiten Einzel erspielte sich Shan ein 11:4, 11:7  gegen Vukelja. Parallel legte Wu Jiaduo nach einem 6:11 gegen Umemura einen Zacken zu. Nach einem 11:7 und 10:5 ebbte der Zwischenspurt ab, und Umemura glich zum 10:10 aus. Die ganze Klasse trat bei Dudu zu Tage, als sie einen Satzball abwehrte und zum 13:11 punktete. Gleichzeitig hatte Shan den dritten Satz gegen Vukelja mit 5:11 verloren, sodass ein gewisser Grad an Spannung den rund 100 Zuschauern nicht verborgen blieb. Die Nummer eins des FSV quittierte im vierten Abschnitt ein 6:11, während Shan mit einem 11:4 den Sieg bereits in trockene Tücher wickelte. Im Spitzeneinzel schenkten sich die beiden Kontrahentinnen trotzdem nichts, nach einem 9:6 ließ Umemura zum 11:6 nichts mehr anbrennen.

„Unser Sieg war nicht in Gefahr, deshalb bin ich ganz entspannt. Für uns war es das erste Spiel, während Langweid schon zum zweiten Mal antrat. Wir wollten einfach nur gut in die Saison starten, um Selbstvertrauen aufzubauen. Wir haben noch keinen Sieg in den Schoß gelegt bekommen, jeder Gegner wehrt sich gegen uns“, erklärt Teambetreuer Dennis Leicher. Shan habe gegen Umemura gut gespielt, und darin habe sie die gesamte Mannschaft danach bestärkt. „Gegen Vukelja verlor Shan in der vergangenen Saison zweimal. Sie spielte diesmal mutiger und wurde dafür belohnt. Anastasia legte ihre anfängliche Nervosität ab, wurde dann aber wieder verunsichert, als Katharina Schneider einen Lauf hatte. Zum 10:10 im fünften Satz verhalf ihr ein Kantenball, der sich aus einem verunglückten Rückhandtopspin ergab. Danach markierte sie einen direkten Punkt mit dem Aufschlag. Wir sind schon sehr zufrieden mit ihrem ersten Punktspielauftritt in Deutschland“, kommentierte Leicher.
 
Martina Emmert (www.tischtennis.de)