Kroppach bleibt Maß aller Dinge PDF Drucken E-Mail
Titelverteidiger FSV spielt am Freitag zu Hause gegen Langweid

Von unserem Redakteur Christoph Gerhards


Kroppach. Mit einem Heimspiel gegen den TTC Langweid startet der FSV Kroppach am Freitag, 19.30 Uhr, in seine zwölfte Saison in der Tischtennis-Bundesliga der Frauen. Fünfmal wurde der FSV Deutscher Meister, fünfmal Vizemeister und einmal Tabellenvierter.

Kein Wunder also, dass die FSV-Spielerinnen nach zuletzt vier Titelgewinnen in Folge mit hohen sportlichen Ansprüchen in die neue Spielzeit gehen. „Langweid ist im oberen Paarkreuz mit Umemura und Vukelja gut besetzt, doch unten sind wir stärker“, meint Kroppachs Teamchef Dennis Leicher und fügt hinzu: „Gegen den Aufsteiger müssen zwei Punkte her, wenn wir am Ende wieder vorn sein wollen.“

Über die Zielsetzung Titelverteidigung gibt es in Kroppach keine zwei Meinungen, zumal FSV-Manager Horst Schüchen zurecht feststellt: „Wir haben die Meistermannschaft gehalten und in Anastasia Voronova eine sehr gute Spielerin dazu bekommen, qualitativ sind wir also stärker geworden.“

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Diese Mannschaft will in der Spielzeit 2011/2012 den fünften Meistertitel in Folge nach Kroppach holen, hinten von links „Dudu“ Jiaduo Wu und Krisztina Toth, vorn Teamchef Dennis Leicher, Kristin Silbereisen, Shan Xiaona und Anastasia Voronova. Fotos: Jürgen Vohl



Voronova verstärkt den FSV

Die russische Linkshänderin, die am vergangenen Samstag in Kroppach ihren 26. Geburtstag feierte, fühlt sich im Westerwald bestens aufgenommen: „Bisher war ich nur in Russland aktiv, habe unter anderem vier Jahre lang in Moskau gespielt“, erzählt die junge Frau aus Jaroslawl. „Ich bin sehr froh, jetzt hier in Kroppach in einer solch starken Mannschaft spielen zu dürfen und werde von meiner Seite aus alles tun, damit die Erfolge des Vereins wiederholt werden können.“

Allerdings warnen alle Beteiligten davor, die Erwartungen zu hoch zu schrauben. „Die vorige Saison, als die Mannschaft ohne jeglichen Verlustpunkt Meister wurde, war der absolute Wahnsinn“, sagt Leicher, „diese unglaubliche Serie sollte man nicht auf die Erwartungshaltung für die neue Saison übertragen.“ Und die wie auch „Dudu“ Jiaduo Wu und Krisztina Toth bereits für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifizierte Nationalspielerin Kristin Silbereisen fügt hinzu: „Andere Vereine wie Berlin und Fraulautern haben teils gezielt eingekauft, um gegen Kroppach besser auszusehen als in der vergangenen Saison. Wir wollen wieder Meister werden, und das kann auch dann klappen, wenn wir mal ein Spiel verlieren sollten.“



Gegner haben keinerlei Druck

„Dudu“ Jiaduo Wu gibt zu bedenken, dass „andere Mannschaften spätestens nach unserer tollen Saison gegen uns nichts zu verlieren haben und ganz locker auftreten können“. Shan Xiaona, wie Silbereisen vor einem Jahr vom TV Busenbach nach Kroppach gekommen, hat der Meistertitel so gut gefallen, dass sie diese Erfolgserlebnisse auf jeden Fall noch mal genießen möchte: „Wir hatten in der vergangenen Saison sehr viel Spaß und wollen wieder Meister werden.“

Die erfahrene Ungarin Krisztina Toth ist sozusagen die personifizierte Garantie dafür, dass dies wieder gelingen wird. Seit sie 2007 nach Kroppach kam, wurde der FSV in jedem Jahr Deutscher Meister. „Es ist einfach toll, hier jedes Jahr um den Titel zu kämpfen“, so die FSV-Leistungsträgerin, „gerade im vergangenen Jahr hat bei uns alles gepasst, zumal wir verletzungsfrei durch die Saison gekommen sind. Wenn wir dieses Glück wieder haben sollten, dann wird es ganz schwer, uns zu stoppen.“

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 15. September 2011, Seite 16