Europe Top 12 - Wu Jiaduo: "Erst einmal die Gruppenphase überstehen" PDF Drucken E-Mail

Lüttich. Sie ist international perfekt ins Jahr gestartet. Beim ersten Pro-Tour-Turnier 2011, den Slovenian Open, gab es Bronze für Wu Jiaduo. Die Kroppacherin stimmt das trotzdem nicht zu euphorisch für das Europe Top 12 im belgischen Lüttich am Wochenende. Zu gut erinnert sich die Weltranglisten-15. noch an das Vorjahr in Düsseldorf, als nach Niederlagen gegen Krisztina Toth aus Ungarn und die Rumänin Daniela Dodean schon nach der Gruppenphase Schluss war. ETTU-Pressechefin Milica Nikolic hat Wu Jiaduo zu ihren Zielen in Lüttich und zu ihrer Vorbereitung im vorolympischen Jahr befragt.

  
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Zurückhaltend mit Prognosen, temporeich im Spiel: Wu Jiaduo (Foto: MS)

 
Frage: Wie haben Sie sich nach der Winterpause auf Ihre Aufgaben in 2011 vorbereitet?
Wu Jiaduo: Außer an den Weihnachtstagen hatten wir keine richtige Winterpause. Unser erster Vorbereitungslehrgang, ein Konditionstrainingslager in Köln und Düsseldorf, hat schon am 27. Dezember begonnen. Im Anschluss war ich mit einigen anderen deutschen Spielerinnen in Österreich, in Linz, für einen internationalen Lehrgang, einige andere waren parallel dazu in China. In Linz lag der Schwerpunkt ebenfalls auf Athletik, Schnelligkeit und Kondition, aber hier haben wir schon mehr am Tisch trainiert.

Was erwarten Sie für das Europe Top 12 in Lüttich am Wochenende?
Wu: Bei meinem Heimspiel in Düsseldorf im letzten Jahr habe ich nicht besonders gut gespielt. Daher ist mein Ziel in diesem Jahr erst einmal, die Gruppenphase zu überstehen. Dann sehen wir weiter. Einfach ist schon das nicht.

Sie werden an Position zwei hinter Li Jiao gesetzt sein. Können Sie ihren vierten Turniersieg nach 2007, 2008 und 2010 gefährden?
Wu: Li Jiao ist momentan in guter Form. Außerdem ist sie eine sehr erfahrene Spielerin. Es ist schwer zu sagen, wer in Lüttich gewinnt, wenn wir aufeinander treffen würden. In der Vergangenheit hat mal sie gewonnen, mal habe ich gewonnen. Wir haben uns da ganz gut abgewechselt.

Welche Spielerinnen können für eine Überraschung sorgen?
Wu: Das sind eine ganze Menge. Die Abwehrspielerinnen Li Qian, Li Jie und Viktoria Pavlovich natürlich, Liu Jia auch. Gegen keine ist es einfach zu spielen. In Lüttich sind sowieso alle Spielerinnen sehr gefährlich. Schließlich ist es das Turnier der besten Europäerinnen.

Mit welchen Spielerinnen sind Sie neben den Deutschen gut befreundet? Freuen Sie sich darauf, in Lüttich eine bestimmte Kollegin wiederzusehen?
Ich verstehe mich sehr gut mit Krisztina Toth. Wir spielen auch zusammen in der Bundesliga für den FSV Kroppach. Weil wir alle viel auf Turnieren sind, sehen sich alle Spielerinnen oft. Es gibt also keine, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe.

Wie bereiten Sie sich auf ein wichtiges Spiel vor?
Die wichtigsten Dinge sind für mich: keine Verletzung zu haben, vorher gut schlafen, außerdem eine intensive Videoanalyse und gute taktische Einstellung durch meinen Coach. Darauf setze ich in Lüttich auch wieder.
 
Milica Nikolic / SH (www.tischtennis.de)
 
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 03. Februar 2011 um 19:10 Uhr