FSV Kroppach dominiert das Topspiel in Berlin fast nach Belieben PDF Drucken E-Mail
Deutscher Meister baut seinen Vorsprung durch deutlichen 6:2-Erfolg weiter aus
 
Berlin. Der FSV Kroppach hat das Bundesliga-Topspiel vor 350 Zuschauern in der Anton-Saefkow-Halle in Berlin mit 6:2 gewonnen. Damit hat der FSV nach dem Abschluss der Hinrunde als Spitzenreiter vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Hassia Bingen und gar fünf Zähler auf den vermeintlich härtesten Rivalen TTC Berlin eastside.

„Es waren ein paar enge Spiele dabei. Aber gerade darin hat die Mannschaft ihre Qualität und ihren großen Siegeswillen gezeigt“, freute sich Kroppachs Teamchef Dennis Leicher über den deutlichen Erfolg.

Die Kroppacherinnen erwischten gleich einen Auftakt nach Maß und entschieden überraschend beide Doppel für sich. Nicht nur Shan/Toth setzten ihren Siegeszug fort, auch Wu/Silbereisen unterstrichen eindrucksvoll den von Teamchef Dennis Leicher festgestellten Aufwärtstrend und fegten das bislang unbesiegte Duo Song/Bakula in drei klaren Sätzen regelrecht von der Platte.

Und es lief weiterhin nach Wunsch für den FSV Kroppach. „Dudu“ Wu Jiaduo entschied gegen die Hongkong-Chinesin Song Ah Sim die ungeraden Sätze für sich – und gewann folglich mit 3:2. „In diesem Spiel hat Dudu das nötige Quäntchen Glück gehabt“, sagte Leicher. „Doch sie hat sensationell gut gespielt und unter dem Strich verdient gewonnen.“

Mit 3:1 behielt Shan Xiao Na die Oberhand gegen Georgina Pota, wobei sie den ersten Satz nach einem 5:8-Rückstand noch mit 13:11 für sich entschied – es hieß 4:0.

Sehr schwer hatte es anschließend Kroppachs Krisztina Toth. Gegen ihre junge ungarische Landsfrau Petra Lovas musste sie im vierten Satz einen Matchball abwehren, bevor sie sich im Entscheidungssatz nach einem 8:8-Zwischenstand mit 11:8 durchsetzte und für das 5:0 sorgte.

Die durchaus mögliche 0:6-Höchststrafe blieb den Berlinerinnen dann erspart, weil ihre Spielertrainerin Tanja Hofmann sich gegen Kristin Silbereisen in vier Sätzen durchsetzte. Es war die erste Einzel-Niederlage der aus Ochtendung stammenden FSV-Spielerin in dieser Saison. „Hofmann hat recht gut gespielt und hat Kristin vor allem nicht zu ihrem Spiel finden lassen. Man hat gemerkt, dass sie aufgrund des 0:5-Rückstandes ihrer Mannschaft ohne Druck spielte“, meinte Leicher, der trotz der 5:1-Pausenführung den Sieg noch nicht vor Augen hatte: „Shan spielt nur sehr ungern gegen Song, und Dudu hatte zuletzt zweimal gegen Pota verloren.“

Song Ah Sim verkürzte für die Berlinerinnen durch einen 3:0-Sieg über Shan Xiao Na im Spitzeneinzel in der Tat auf 2:5. Doch „Dudu“ Wu Jiaduo ließ gegen Georgina Pota diesmal nichts anbrennen und sicherte den Kroppacher 6:2-Erfolg. „Sie hat am gesamten Wochenende Leistungen gebracht, die sich wahrlich sehen lassen konnten“, lobte Leicher. Mit zwei gewonnenen Doppeln an der Seite von Kristin Silbereisen und vier Einzelpunkten fuhr „Dudu“ in der Tat die optimale Ausbeute ein. gh

 

 
TTC Berlin - FSV Kroppach 2:6

Song/Bakula - Wu/Silbereisen 3:11, 8:11, 7:11; Pota/Hofmann - Shan/Toth 11:8, 4:11, 12:14, 5:11; Song - Wu 7:11, 11:8, 9:11, 11:9, 5:11; Pota - Shan 11:13, 11:5, 6:11, 9:11; Lovas - Toth 11:9, 6:11, 11:5, 11:13, 8:11; Hofmann - Silbereisen 10:12, 11:6, 11:7, 13:11; Song - Shan 14:12, 11:8, 11:7; Pota - Wu 7:11, 11:8, 6:11, 9:11.

 
Westerwälder Zeitung vom Montag, 13. Dezember 2010, Seite 25