Saison beginnt für den FSV Kroppach mit einem gemeinschaftlichen Arbeitssieg PDF Drucken E-Mail

Der FSV Kroppach gewinnt gegen den TTSV Saarlouis-Fraulautern nach einem holprigen Auftakt, der ihnen ein 1:3 bescherte, letztendlich mit 6:4. Jeweils zwei Punkte von Kristin Silbereisen und Krisztina Toth im unteren Paarkreuz ließen den Gastgeber aufatmen. An ihre erstklassige Leistung aus der vergangenen Saison knüpfte TTSV-Spitzenspielerin Li Fen an, die mit zwei Einzelpunkten und dem Sieg im Doppel an der Seite von Petrissa Solja glänzte.


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Krisztina Toth siegt im Einzel souverän
 

FSV Kroppach – TTSV Saarlouis-Fraulautern 6:4

 

Kroppach. Der Saisonauftakt zwischen dem amtierenden Meister FSV Kroppach und dem TTSV Saarlouis-Fraulautern hätte sich zweifelsfrei mehr als 122 Zuschauer verdient gehabt. Durch die Wiedereinführung der Mannschaften mit vier Spielerinnen begann die Partie mit zwei Doppeln, wobei Shan Xiao Na/Krisztina Toth gegen Maria Fazekas/Laura Matzke zum glatten 3:0 ein leichtes Spiel hatten. Auch die ersten drei Sätze zum 2:1 zu Gunsten von Li Fen/Petrissa Solja auf Seiten der Saarländerinnen gegen Wu Jiaduo/Kristin Silbereisen verliefen deutlich. Ein schnelles Ende bahnte sich nach einem erneut souveränen 6:2 an, doch die Kroppacherinnen holten in der Schlussphase auf und verkürzten auf 9:10. Das TTSV-Duo behielt die Übersicht und punktete zum 11:9 und zum 1:1-Ausgleich.

Die ersten beiden Einzel verliefen dann ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Gastgeberinnen. Wu Jiaduo unterlag gegen Li Fen 5:11, 5:11, 11:4 und 7:11, und Shan stand nach einem 11:3, 8:11, 9:11 gegen Fazekas mit dem Rücken zur Wand. Die erste Überraschung lag in der Luft, doch die Chinesin rettete sich erst einmal mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung zum 10:8 und schließlich 11:9 in den Entscheidungssatz. Obwohl Shan zum 3:0 den besseren Start erwischte, steckte die Ungarin nicht auf und erkämpfte sich eine 7:4-Führung. Beim 9:7 für Fazekas stieg die Spannung, doch die Saarländerin behielt die Nerven und sorgte mit dem 11:8  für einen Paukenschlag.

Völlig ungefährdet markierte Kristin Silbereisen den Anschluss gegen Laura Matzke mit 3:0. Die mangelnde Matchpraxis machte sich bei Petrissa Solja gegen Krisztina Toth bemerkbar, denn die Ungarin marschierte im Eiltempo zum 7:2, 8:5 und 11:7. Identisch verliefen Durchgang zwei und drei zum 11:5, 11:4. Die Schrecksekunden hatte der Westerwaldklub  zum 3:3 überstanden.

Für klare Verhältnisse sorgte nach der Pause Li Fen gegen Shan Xiao Na beim 3:0. Die Neu-Kroppacherin wehrte noch vier Matchbälle im dritten Satz ab, aber ein 10:12  verhinderte die Wende, und machte ihren wenig glücklichen Einstand perfekt. „Shan war natürlich nervös, aber ihr ist überhaupt kein Vorwurf zu machen. Sie hat sich zu keiner Zeit hängen gelassen und um jeden Ball gekämpft. Das Spiel gegen Maria Fazekas hätte auch anders ausgehen können, aber Maria stellte sich clever ein uns spielte gut. Li Fen ist in China mit dem Penholderspiel, wie bei Shan, groß geworden“, erklärte FSV-Teambetreuer Dennis Leicher.  Im Gegenzug gab Wu Jiaduo beim 11:5, 11:6, 11:5 Maria Fazekas keine Chance, so dass sich erneut ein Gleichstand ergab.

Die erwartete Überlegenheit des FSV im unteren Paarkreuz machte die Mannschaft, nach zwei Siegen in der ersten Runde, nun endgültig zum Favoriten. Krisztina Toth ließ nichts anbrennen und verwies Laura Matzke mit einem 3:0 in ihre Schranken. Matzke musste sich damit abfinden, dass ihr insgesamt nicht einmal ein Satzgewinn vergönnt war.

Alte Erinnerungen wurden dann im Spiel zwischen Kristin Silbereisen und Petrissa Solja wach. Nach einer 2:0-Führung für Silbereisen drohte das Match nach einem 8:11 zu kippen. Schon einmal war Solja dieses Kunststück gelungen, doch diesmal zeigte sich die Deutsche Meisterin standhaft und machte mit einem 11:6 den Triumph nach zwei Stunden und 30 Minuten perfekt. „Die Mannschaft hat sich selbst rausgerissen. Mir ist ein knapper Sieg zum Start eigentlich ganz lieb. So wächst das Team schneller zusammen. Dass jede Spielerin zum Sieg beigetragen hat, das fand ich besonders schön. Ich bin mir sicher, dass sich gegen den TTSV noch so manch andere Mannschaft die Zähne ausbeißen wird. Für mich sind sie hinter Berlin die dritte Kraft“, resümierte Leicher.

„Für uns war nicht mehr drin, darüber sind wir aber nicht enttäuscht. Wir haben Kroppach eine gute Partie geboten, das war unser Ziel. Li Fen spielte Extraklasse und zusammen mit Petrissa ein fantastisches Doppel. Maria lieferte gegen Shan ein taktisches Meisterstück ab, das auch für ihre zukünftigen Aufgaben hoffen lässt. Sie geht immer als Außenseiterin ins Spiel. Für Laura Matzke gab es überhaupt nichts zu holen“, sagte TTSV-Manager Heinz Falk.

 

Martina Emmert (www.tischtennis.de)