FSV Kroppach jubelt über den dritten Meistertitel in Folge PDF Drucken E-Mail
 Die Saison 2009/10 ist mit einem spannenden Finale ausgeklungen. Doch am Ende hielt der FSV Kroppach die Fahne des Spitzenreiters hoch und holte sich den dritten Mannschaftstitel in Folge. „Herzlichen Glückwunsch auch von meiner Seite“, sagte Ligasprecherin Sabine Schlatterer. Zwar verlor der FSV auch das zweite Spiel dieses Wochenendes, diesmal mit 1:3 gegen die DJK TuS Essen-Holsterhausen, doch auch dann, wenn der TV Busenbach in Böblingen gewonnen hätte – und dann punktgleich gewesen wäre – hätte der FSV das bessere Spielverhältnis vorgewiesen. So bleibt dem TVB ein sehr guter zweiter Platz, zwei Punkte hinter dem Champion – nun folgt, wie mehrfach berichtet, der freiwillige Rückzug in die 2. Liga. Am Tabellenende verlor Hannover 96 nach guter Leistung mit 1:3 das Kellerduell beim MTV Tostedt und verabschiedete sich aus der Liga. Sportlich gesehen müsste auch Tostedt absteigen, da der TuS Bad Driburg gegen 3B Berlin Tischtennis mit 3:2 gewann und Tostedt auf den vorletzten Platz verdrängte.

  

FSV Kroppach  - DJK TuS Essen-Holsterhausen 1:3

  

Die dritte Meisterschaft in Folge zu gewinnen, erforderte beim FSV Kroppach einen enormen Kraftakt. Sun Bei Bei wurde sogar für die entscheidenden Spiele in der Rückrunde eingeflogen, so dass Jia Jun, die nicht die Erwartungen erfüllte, das Abschiedsspiel versagt blieb. Umso größer war schließlich die Freude auch bei den 220 Fans, als um 14.15 Uhr die Niederlage von Jessica Göbel vom Tabellenzweiten TV Busenbach, die parallel bei der SV Böblingen gegen Qianhong Gotsch scheiterte, das Championat des FSV besiegelte. Göbel kam dem noch fehlenden Punkt der Kroppacher zuvor, obwohl Sun Bei Bei ihrerseits gegen Zhenqi Barthel von der DJK TuS Essen-Holsterhausen mit einem 11:7, 11:9 und 11:7 nur wenig später auch alles klar gemacht hatte.   

 

Völlig befreit spielte anfangs Krisztina Toth gegen Aya Umemura auf. Nach einem 11:6 meldete sich aber die Japanerin zu Wort, die im zweiten Durchgang 7:4 und 9:5 führte. Einem 11:7 ließ die Essenerin ein 8:4 im dritten Abschnitt folgen. Auch diesen ließ sie sich mit einem 11:8 nicht mehr streitig machen. Ihren Siegeszug setzte Umemura zum 11:7 und 1:1-Zwischenstand fort. Das 2:1 für die Gäste ergab sich durch den kampflos abgegebenen Punkt von Wu Jiaduo gegen Elke Schall. Wie schon im gestrigen Spiel beim TTSV Saarlouis-Fraulautern sah sich Sun Bei Bei verpflichtet, die Waage wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Nach einem 7:11 gegen Umemura stellte sich aber auch die Frage der Motivation bei der FSV-Spielerin, denn ein Doppel hätte der Deutsche Meister auf Grund der Verletzung der Europameisterin nicht aufbieten können. So zeigten beide Seiten ein schönes Spiel, Umemura agierte konzentriert weiter und verbuchte mit einem 10:12, 11:9 und 12:10 den Siegpunkt. „Aya war heute wieder in Superform, obwohl ihr gegen Sun Bei Bei auch ein paar Netz- und Kantenbälle zum Erfolg verhalfen. Nach ihrem Punkt gegen Toth wussten wir, dass wir nicht mehr verlieren können. Hier war eine fantastische Stimmung. Schade, dass wir so oft Schwankungen unterlegen waren, und die Niederlage gegen Bad Driburg schmerzt immer noch. In der Schlussphase haben wir gegen den Meister und Vizemeister Busenbach gewonnen, so dass wir uns nach diesem versöhnlichen Ausklang zufrieden geben“, sagte DJK-Manager Hans-Willi Frohn.

 

„Sicher ist es nicht schön die Saison mit zwei Niederlagen zu beenden, doch für die Meisterschaft reichte unsere mannschaftliche Qualität und nur das zählt. Nach dem Sieg von Sun Bei Bei fiel die Anspannung ab und Tothi sowie Sun Bei Bei haben den Zuschauern tolle Ballwechsel gezeigt. Eine derart ausgeglichene und spannende Saison haben wir in den vergangenen Jahren nicht gehabt. Der Titelgewinn nach 2002, in der Saison 2007/2008, als ich die Verantwortung übernommen habe, war sicherlich der schönste Titelgewinn. Der aktuelle mit Sicherheit der Schwierigste“, kommentierte FSV-Teambetreuer Dennis Leicher.

 

 

 

 

 

 

 

Martina Emmert (www.tischtennis.de)