Der FSV Kroppach und TV Busenbach wollen sich nach Niederlagen in der Hinrunde rehabilitieren PDF Drucken E-Mail

Der TV Busenbach ist in der zweiten Saisonhälfte das einzige Team mit einer weißen Weste. Ob das so bleiben kann, wird sich am Sonnabend beim MTV Tostedt entscheiden. In der Hinrunde quittierte der Tabellenzweite ein empfindliches 2:3. Da 3B Berlin Tischtennis ein personeller Engpass zu schaffen macht, ist hier nicht mit einer Überraschung zu rechnen. Auch dem amtierende Deutschen Meister FSV Kroppach sitzt das 1:3 gegen die SV Böblingen noch verdammt quer. Die beiden Spitzenklubs wollen mit Siegen ihre Tabellenposition behaupten.

 

Freitag, 19.30 Uhr: FSV Kroppach – SV Böblingen


Die heiße Phase für den amtierenden Deutschen Meister und Tabellenführer FSV Kroppach tritt in die entscheidende Phase ein. Der Gastgeber hat sich fest das Ziel gesetzt, die Scharrte des schwarzen Wochenendes in Hinrunde, als der Niederlage gegen Busenbach noch ein 1:3 in Böblingen folgte, auszuwetzen. Die Vorteile scheinen auch beim FSV zu liegen, denn die SV Böblingen steckt in der Rückrunde in der Krise. Inzwischen ist die Mannschaft weit von den guten Leistungen der ersten Saisonhälfte entfernt. Starke 14:4 Punkte verbuchte der Klub Nähe Stuttgart zu Beginn, 2:8 Zähler bilden nun das krasse Gegenteil. „Wir haben die Gründe analysiert, warum es bislang nicht so geklappt hat wie in der Vorrunde. Ein erneuter Sieg gegen Kroppach würde uns für unsere schwache Bilanz entschädigen. Unser Motto lautet also, wir wollen gewinnen“, sagt SV-Trainer Volker Ziegler. Das Team sei auf jeden Fall bemüht, wieder eine Topvorstellung zu geben, um die Spannung im Meisterschaftsrennen noch einmal zu erhöhen. „Alle Spielerinnen sind fit, und sie werden ihr Bestes geben“, ist Ziegler überzeugt.
 

Für den Tabellenführer und Titelverteidiger FSV Kroppach wird es so langsam Ernst, denn gegen die SV haben Wu Jiaduo und Co. noch etwas gut zu machen. „Wir hatten eine längere Pause, da fehlt der Nervenkitzel irgendwann. Deshalb freue ich mich auf das Spiel. Wir möchten uns bei unseren Gästen bedanken, dass sie mit einer Spielverlegung einverstanden waren, damit Wu Jiaduo und Krisztina Toth in China beim Asian Cup am Wochenende starten können“, sagt FSV-Teammanger Dennis Leicher. Die Mannschaft wolle die Meisterschaft aus eigener Kraft regeln, die Unterstützung von anderen habe der FSV schon zu Hauf annehmen müssen. Deshalb sei gegen Böblingen Leistung gefordert. „Wir rechnen mit erheblicher Gegenwehr, denn unsere Gäste haben in der Rückrunde einiges „versaubeutelt“. Da sind auch die Fans schnell nachtragend, deshalb würde ein Sieg gegen den amtierenden Deutschen Meister die Stimmung wieder erheblich heben“, glaubt Leicher. Die gemeinsame Vorbereitung beginne bereits heute, und bei einer Mannschaftsbesprechung werde sicher auch über das Thema Umstellung nachgedacht. „Aber noch steht nichts fest. Sollte Krisztina Toth, ihre Niederlage gegen Nicole Struse war unter anderem mitentscheidend, erneut auf unsere ehemalige Spielerin treffen, werden die Karten mit Sicherheit neu gemischt. Krisztina hat inzwischen eine andere Form als in der Hinrunde. Dudu ging nach dem ganzen Trubel nach ihrem Sieg bei der Europameisterschaft auf dem Zahnfleisch“, blickt der Teambetreuer zurück. Schlechter könne es also kaum laufen. „Wenn die Mannschaft so fixiert ist wie ich auf diese Partie, dann sind sie topmotiviert“, ist sich Leicher sicher.
 


 

Sonnabend, 18 Uhr: Hannover 96 – TTSV Saarlouis-Fraulautern


Schlusslicht Hannover 96 stellt sich gegen den TTSV Saarlouis-Fraulautern erneut einem Kampf gegen Windmühlen. „Bei uns ist noch nicht sicher, ob Rosalia Stähr spielen wird. Ihre gesundheitlichen Probleme ziehen sich leider unheimlich in die Länge. Das ist wirklich Pech für sie. Ich bin nach wie vor aber sicher, dass sie den Anschluss finden kann. Doch dafür ist ein regelmäßiges Training Voraussetzung“, sagt 96-Abteilungsleiter Hans Teille. Da auch die Japanerin Misaki Morizono nicht dabei ist, muss der Gastgeber eventuell wieder auf Ersatz aus der Oberliga-Reserve zurückgreifen. 
 

„Wir versuchen alles, doch unter diesen Umständen ist der TTSV eine Nummer zu groß für uns. Wir freuen uns auf jeden Fall mit Petrissa Solja eines der hoffnungsvollsten Talente begrüßen zu können“, erklärt Teille.
 


 

An einem Sieg des TTSV Saarlouis-Fraulautern zweifelt wohl niemand, nur die Höhe ist noch offen. Bei der momentanen Galaform von TTSV-Spitzenspielerin Li Fen und Jungnationalspielerin Petrissa Solja, die zum Mannschafts-WM-Aufgebot in Moskau gehört, sollte der Ehrenpunkt nur schwer zu erzielen sein. Vielleicht für die Gäste aus dem Saarland eine gute Gelegenheit Amelie Solja, die sich zuletzt spielerisch stark verbessert zeigte, einen Einsatz zu gewähren. Petrissa Solja sagte: "Man braucht sich nicht extra für das Spiel motivieren. Man geht mit der gleichen Einstellung rein wie bei den anderen Spielen. Amy und ich sind im Moment sehr gut drauf. Wie die Aufstellung aussehen wird, wird sich direkt vorm Spiel zeigen. Die Gefahr ein Einzel zu verlieren ist immer gegeben. Das gesamte Mannschaftsspiel jedoch nicht."


Sonnabend, 14 Uhr: MTV Tostedt – TV Busenbach;

Sonntag, 14 Uhr: 3B Berlin Tischtennis – TV Busenbach

Der TV Busenbach startet zur vermeintlich vorerst letzten Nordtour. Der Rückzug stehe definitiv fest, demnächst bekomme der DTTB die schriftliche Erklärung dafür, meinte kürzlich Geschäftsführerin Sabine Schlatterer. „Doch wir wollen alles versuchen, um die Saison mit einer sehr guten Leistung und Platzierung abzuschließen“, sagt Schlatterer. Am liebsten natürlich als Deutscher Meister 2009/2010. Doch dazu muss die Mannschaft seine beiden Gegner an diesem Wochenende besiegen. Und das wird äußerst schwer. „Das hat bereits die Hinrunde gezeigt, als wir beide Partien an eigenen Tischen jeweils mit 2:3 verloren haben“, erinnert sich die Geschäftsführerin. Diese zwei Niederlagen liegen den Busenbachern nach wie vor schwer im Magen. Und dennoch besteht nach wie vor die große Chance, am Ende der Saison in der Tabelle ganz oben zu stehen. Derzeit auf Platz zwei, zwei Spiele hinter dem FSV Kroppach, liegt das Team noch gut im Rennen. Beide Klubs haben je drei Partien verloren.
 

„Wir fahren in kompletter Truppe nach Tostedt und Berlin“, verrät Schlatterer. Es stehe aber noch nicht fest, wer spiele. „Die Gegner sind sehr unterschiedlich aufgestellt, aber gleichschwer zu spielen“, weiß die Geschäftsführerin. Viel würde natürlich davon abhängen, ob beide Klubs in Bestbesetzung antreten könnten. „Wir bangen noch um den Einsatz von Nadine Bollmeier, die in der Vergangenheit einige Turniere krankheitsbedingt absagen musste“, berichtet Tostedts Pressesprecher Sebastian Fengler. Große Hoffnung setzt der MTV wieder auf seine Nummer eins Han Ying, die immer für zwei Punkte gut ist – auch gegen das starke Team aus Busenbach. „Han Ying ist eine sehr gute Nummer eins, das wissen wir“, bestätigt Schlatterer.
 

 

3B Berlin Tischtennis steckt personell in der Klemme, so dass die Aussichten gegen den TV Busenbach auf ein Minimum geschrumpft sind. "Unsere Nummer eins Song Ah Sim fällt wegen gesundheitlicher Probleme aus, deshalb springt Guo Pengpeng ein. Ich habe inzwischen eine Stoßwellen-Therapie für meinen Arm begonnen, aber es wird eher schlimmer als besser", berichtet 3B-Spielertrainerin Tanja Hain-Hofmann. Deshalb bestünden derzeit nur die Überlegungen, ob sie sich hinstelle oder eine weiterere Spielerin der Reserve aushelfen müsse. "Busenbach spielt noch um die Meisterschaft. Sie werden sich dann bei uns unter den Bedigungen keine Blöße geben wollen", ist Hain-Hofmann überzeugt.

 



Sonntag, 14 Uhr: TuS Bad Driburg – DJK TuS Essen-Holsterhausen


Beim 1:3 in der Hinrunde war die DJK TuS Essen-Holsterhausen gegen  den TuS Bad Driburg noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, denn Nationalspielerin Elke Schall laborierte an einer Entzündung im Fuß. „Wir haben in der zweiten Saisonhälfte bislang nur gegen Saarlouis-Fraulautern verloren, und diese Niederlage haben wir akzeptiert. Mit einem Sieg gegen den TuS Bad Driburg wollen wir den Beweis antreten, dass wir in Bestbesetzung im ersten Vergleich vielleicht auch nicht verloren hätten. Außerdem möchten wir uns vor unserer Schlussoffensive in Busenbach, Böblingen und Kroppach eine gute Ausgangsposition im Kampf um den dritten Tabellenplatz verschaffen“, setzt DJK-Manager Hans-Willi Frohn ein deutliches Zeichen.
 

In personellen Dingen für die kommende Saison bestätigte der Manager die Verpflichtung der Polin Marta Golota von Hannover 96 für die Position vier. „Vertraglich noch keinen Vollzug kann ich bei Shi Qi von unserem Kontrahenten Bad Driburg vermelden. Verhandlungen hat es gegeben, aber die Unterschrift fehlt noch“, klärt Frohn auf.
 

Nachdem sich die Gerüchte um den Rückzug des TV Busenbach verhärten, und nur noch die schriftliche Bestätigung beim DTTB fehlt, hat der TuS Bad Driburg die Chance die Klasse auch auf dem neunten Tabellenplatz zu halten. „Bei uns gibt es nach wie vor nichts Neues. Alles ist möglich von der 1. und 2. Liga oder sogar auch Rückzug. Wir stecken noch in Gesprächen mit unseren Sponsoren. Unsere Entscheidung ist wohl auch erst im April zu erwarten“, sagt TuS-Manager Franz-Josef Lingens.
 

Gegen die Gäste aus Essen rechnen sich die Kurstädterinnen nicht unbedingt eine Wiederholung ihres tollen Erfolges in der Hinrunde aus. „Andrea Bakula hat laut Vertrag nur 16 Einsätze für uns. Deshalb ist sie nicht dabei, so dass Elena Waggermayer zum Einsatz kommt. Wir müssen sparen“, informiert Lingens.
 

Martina Emmert (www.tischtennis.de)