Spielerinnen müssen Antwort geben PDF Drucken E-Mail
Der Spitzenreiter FSV Kroppach ist am Samstag in Hannover und am Sonntag in Tostedt zu Gast

Der FSV Kroppach peilt den dritten Meistertitel in Folge an. Doch auf dem bislang holprigen Weg dorthin darf es an diesem Wochenende im Norden der Republik keine Ausrutscher mehr geben.

KROPPACH. In der Tischtennis-Bundesliga der Frauen muss der Spitzenreiter FSV Kroppach innerhalb von knapp 20 Stunden zwei Spiele in Hannover (Samstag, 18 Uhr) und in Tostedt (Sonntag, 11 Uhr) bestreiten.

"Der Schwierigkeitsgrad des ersten Spiels ergibt sich aus Hannovers Aufstellung", meint Kroppachs Teamchef Dennis Leicher. "Wenn sie mit der jungen Japanerin Misaki Morizono oder der Koreanerin Ha Jung Seok antreten, sind sie natürlich stärker einzuschätzen als wenn sie mit Laura Matzke, Rosalia Stähr und Marta Golota spielen."

In der Hinrunde gab es in Kroppach ein 3:1 für den Meister. "Da hatten wir Glück, dass Sun Bei Bei gegen Morizono mit 11:9 im fünften Satz gewonnen hat, sonst hätten wir mit 1:2 hinten gelegen", warnt Leicher seine Mannschaft davor, den Tabellenletzten am Samstag in der renovierten Halle in Hannover-Kirchrode auf die leichte Schulter zu nehmen. "Gegen Hannover haben wir uns zu Hause ganz schön schwer getan."

Gleiches galt auch beim Heimspiel gegen den MTV Tostedt, in dem der Gast aus der Nähe von Bremen mit einer starken Ying Han (13:5-Bilanz) schon mit 2:0 führte, bevor den Kroppacherinnen noch die Wende zum 3:2-Sieg gelang. "Das war ein Kraftakt", erinnert sich Leicher. "Es ist höchst fraglich, ob uns ein solcher in Tostedt noch einmal gelingen kann. Wir müssen alles daransetzen, um nicht wieder in einen solch deutlichen Rückstand zu geraten."

Ob es gelingt, am Wochenende die vier Punkte einzufahren, hängt natürlich nicht nur von den Gegnerinnen ab, sondern auch von der eigenen Leistungsfähigkeit. Derzeit steht hinter jeder der Kroppacher Spielerinnen diesbezüglich ein Fragezeichen:

● Jun Jia: Wird sie endlich die ihr an die Hand gegebenen taktischen Maßgaben einhalten? "Wir geben ihr noch einmal eine Chance", so Leicher, "denn sie kann ja Tischtennis spielen, aber der Kopf muss halt auch mitspielen. Ich werde vor den Begegnungen noch einmal ein ernstes Wörtchen mit ihr reden."

● "Dudu" Jiaduo Wu: Wird die Europameisterin wieder topfit sein? Nach ihrer Rückkehr aus China von einem harten Lehrgang mit der Nationalmannschaft war "Dudu" völlig platt, in der Vorwoche unterlag sie bei den Slovenian Open in Velenje mit 0:4 Sätzen gegen eine 21-jährige Spanierin.

● Krisztina Toth: Setzt sich ihr Aufwärtstrend fort? Sie erreichte in Velenje das Finale und bestätigte, dass ihre Spielfreude wieder da ist. "Ihre professionelle Einstellung ist vorbildlich", lobt Leicher.   Christoph Gerhards


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Tostedts Spitzenspielerin Ying Han ist nur schwer zu bezwingen, denn ihr unterlaufen nur sehr wenige vermeidbare Fehler.  Foto: Jürgen Vohl

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Westerwälder Zeitung vom Samstag, 30. Januar 2010, Seite 12.