Spitzentrio gerät in die Schusslinie der Verfolger PDF Drucken E-Mail

Freitag, 19 Uhr: BFV Hassia Bingen – Hannover 96

 

 

 

Frankfurt/Main.  Schlusslicht Hannover 96 hat mit dem Sieg zum Ende der Hinrunde beim TuS Bad Driburg mehr als einen Achtungserfolg erzielt. „Wir wollen erst einmal sehen, dass die Spielerinnen ihren Rhythmus wiederfinden. Alle sind fit und motiviert, einen Sieg auch mal außer der Reihe zu verbuchen. Beim BFV Hassia Bingen können wir befreit aufspielen, während unsere Gastgeberinnen gewinnen müssen. Wir wissen, dass es schwer wird, aber abgeschrieben haben wir uns auch in dieser Partie noch nicht“, lässt 96-Abteilungsleiter Hans Teille verhaltenen Optimismus erkennen. Offen sei noch der Einsatz von Rosalia Stähr, die mitten in der Bundeswehr-Grundausbildung in Nienburg stecke. „Wir haben einen Antrag gestellt, dass sie frei bekommt, doch ob das rechtzeitig zu diesem Spiel schon klappt können wir nicht sagen“, erklärt Teille. Dafür sei voraussichtlich Misaki Morizono vor Ort, um sich der Konkurrenz zu stellen, die mit Ding Yaping und Nanthana Komwong zuvor bei den „Roten“ unter Vertrag stand. So ergibt sich ein feiner nicht unwesentlicher Unterschied, denn die Japanerin, mittlerweile Nummer acht der U18 Weltrangliste, fehlte im ersten Vergleich. Viel trainiert habe Laura Matzke, die mit dem DTTB auch am China-Lehrgang der Nationalmannschaft teilgenommen habe. „Wir sind  überzeugt, dass sich aber auch Ding Yaping bestens vorbereitet hat, weil sie es in der zweiten Saisonhälfte noch einmal wissen will“, spricht der Abteilungsleiter aus Erfahrung, was die professionelle Einstellung der Abwehrspezialistin betrifft.

 

„Nanthana Komwong ist ab heute wieder im Lande, und sie wird sicher dabei sein. Sie soll in der Zwischenzeit Turniere gespielt haben, so dass wir hoffen, dass sie eine gute Leistung abrufen kann. Sie kommt mit Ding Yaping dann direkt aus Düsseldorf. Mit ihr sind wir auch flexibler besetzt. Wir werden gegen 96 auf der Hut sein und sie nicht unterschätzen, denn der Vergleich besitzt für uns einen hohen Stellenwert. Wir hätten lieber gegen Rosalia Stähr als gegen Morizono gespielt, aber das ist hier ja schließlich kein Wunschkonzert“, sagt BFV-Abteilungsleiter Joachim Lautebach. Da diese Partie verlegt wurde, musste der Gastgeber auf den für das Publikum ungewohnten Freitag ausweichen. „Eine Unterstützung von unseren treuen Zuschauern könnten wir gebrauchen, aber am Freitag spielen viele Fans selbst. Ich bin gespannt“, erklärt Lautebach.

 

 

 

Sonnabend 15 Uhr: DJK TuS Essen-Holsterhausen – BFV Hassia Bingen

 

 

 

In der Partie zwischen der DJK TuS Essen-Holsterhausen und dem BFV Hassia Bingen werden die Karten neu gemischt. Im ersten Vergleich startete Elke Schall bei ihrem ersten Auftritt für die DJK nach ihrer langen Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback, aber dem Aufsteiger aus Bingen stand Nanthana Komwong nicht zur Verfügung. „Wir haben keine Angst, auch wenn Nanthana dabei ist. Wir kennen sie gut, denn sie spielte auch schon für uns. Mit Elke und Aya Umemura verfügen wir über zwei Spielerinnen, die hervorragend gegen Abwehrasse bestehen können. Wir wollen erneut einen Sieg einfahren“, sagt DJK-Manager Hans-Willi Frohn. In dieser ausgeglichenen und spannenden Saison sei noch alles drin nach oben, aber auch nach unten, da wolle die Mannschaft bei Zeiten ihre Schäflein ins Trockene bringen.

 

„Eine Prognose fällt schwer. Wir müssen abwarten, aber Ding Yaping hat sehr viel trainiert. Wenn sie an die Leistung zum Ende der Hinrunde anknüpfen könnte wäre das natürlich klasse. Allerdings spürt sie auch immer den Druck als Nummer eins punkten zu müssen. Dana Hadacova zeigte in der Hinrunde ausgezeichnete Spiele, aber die Konstanz fehlte. Sie wird sich hoffentlich stabiler präsentieren“, wünscht sich BFV-Abteilungsleiter Joachim Lautebach.

 

 

 

Sonnabend 18 Uhr: 3B Berlin Tischtennis – SV Böblingen

 

 

 

Großes Interesse genießt das zu erwartende Topspiel 3B Berlin Tischtennis gegen die SV Böblingen. Die beiden Mannschaften trennen lediglich zwei Punkte, so dass die Gastgeberinnen mit einem Sieg Anschluss finden könnten. Dass dieser Plan keine Utopie bleiben muss, haben die Bundeshauptstädterinnen mit dem 3:2 in der Hinrunde hinlänglich bewiesen. „Gute Dinge können sich durchaus wiederholen, denn unsere Song Ah Sim wird gegen die Nummer zwei der SV gewinnen. Georgina Pota hätte gegen Nicole Struse lockerer siegen können. Sollte es erneut zu diesem Einzel kommen sehe ich die Chancen bei 50:50. Ich kann mir gut vorstellen, das wir wieder ins Doppel gehen“, blickt 3B-Spielertrainerin Tanja Hain-Hofmann voraus. Song habe stets das Spitzenspiel gegen Qianhong Gotsch verloren. „Vielleicht reißt ja endlich mal die Negativserie. Schaffe ich einen Erfolg gegen Hongi, dann gewinnen wir sogar deutlich. Das würde auch unserer nicht unbedingt tollen Heimbilanz weiter auf die Sprünge helfen“, sagt Hain-Hofmann.  

 

Für die SV Böblingen stellt sich die Frage der Rehabilitation. Die erneute Niederlage beim TTSV Saarlouis-Fraulautern bescherte der SV keinen optimalen Auftakt in die die zweite Saisonhälfte. Dadurch verpassten sie die dicke Chance die Tabellenführung zu übernehmen, denn nur einen Spieltag später unterlag der führende FSV Kroppach beim TV Busenbach. So blieb alles wie gehabt, der Klub aus Baden-Württemberg schielt als punktgleicher Zweitplatzierter, nach oben. In Berlin läuft Böblingen nun auch Gefahr. „Wir haben gegen 3B fast immer verloren. Unser Team ist fit, und alle vier Spielerinnen trainieren im Moment zweimal am Tag zusammen. Wir müssen uns nicht verstecken, denn wir haben Hongi und Nicole als Leistungsträgerinnen“, berichtet SV-Trainer Volker Ziegler. Es sei eine Übernachtung in Berlin geplant, die Flüge seien gebucht.  

 

 

 

Sonnabend, 18 Uhr: Hannover 96 – FSV Kroppach

 

 

 

In der neu renovierten Sporthalle der Grundschule Wasserkampstraße in Hannover-Kirchrode begrüßt Hannover 96 den haushohen Favoriten FSV Kroppach. „Wir werden jeden einzelnen Gegenpunkt bejubeln, wenn es überhaupt dazu kommt. Vielleicht kann Rosalia Stähr zu diesem Spiel rechtzeitig dabei sein. Ihr macht aber ein Trainingsrückstand im Moment zu schaffen, so dass noch offen ist, ob sie zum Einsatz kommt“, erklärt 96-Abteilungsleiter Hans Teille. In Kroppach hatte die 19-Jährige noch das Kunststück fertig gebracht die Nummer 25 der Weltrangliste Krisztina Toth in fünf engen Sätzen zu besiegen. Toth stand am vergangenen Wochenende beim Pro Tour Turnier in Slowenien im Finale und ließ eine hervorragende Form erkennen. „Wir haben uns gegen 96 ganz schön schwer getan. Auch Sun Bei Bei glückte gegen Morizono nur ein hauchdünner Erfolg. Deshalb werden wir gewiss auf der Hut sein. Das Ergebnis von Krisztina in Velenje ist die Bestätigung für ihre momentan ausgezeichnete Verfassung“, freut sich FSV-Teambetreuer Dennis Leicher.

 

 

 

Sonntag, 11 Uhr MTV Tostedt – FSV Kroppach

 

 

 

Der MTV Tostedt bewertet die Chancen gegen Herbstmeister FSV Kroppach mit 25:75. „Wir sind da ganz realistisch. Für uns ist dieser Vergleich aber das leichteste Heimspiel der Rückserie, weil wir nur gewinnen können. In unseren Augen kommt der FC Bayern der Tischtennisliga in die Nordheide, und alle wollen ihn straucheln sehen“, sagt MTV-Manager Friedel Laudon. Diese Vorgabe sei zwar prozentual gering, aber nicht unmöglich. Der TV Busenbach habe vorgemacht wie es gehen könne. Und auch die Niedersachsen hatten in der Hinrunde den Gastgeber aus dem Westerwald bei einer 2:0-Führung schon am Haken zappeln. Nur mit großer Anstrengung wusste sich der amtierende Deutsche Meister noch aus der Umklammerung zu winden. „Wenn wir wirklich noch einmal in Führung gehen könnten, dann wünschen wir uns etwas mehr Glück. Nadine Bollmeier darf nach ihrem starken Auftritt gegen Andrea Bakula (Bad Driburg) viel selbstbewusster aufspielen. Schauen wir mal“, hofft Laudon auf ein gutes Spiel.

 

„Wir haben das 0:2 noch nicht vergessen, und Busenbach hat es geschafft uns zweimal zu besiegen. So schnell kann das gehen. Wir haben also keinen Grund überheblich zu sein. Wir werden alles daran setzen in Tostedt nicht wieder so stark unter Druck zu geraten, aber jede Partie muss erst einmal gespielt werden“, gibt sich FSV-Teambetreuer Dennis Leicher zurückhaltend.

 

 

 

Sonntag, 14 Uhr Uhr: TuS Bad Driburg – BFV Hassia Bingen

 

 

 

An das Drama beim BFV Hassia Bingen in der Hinrunde möchte sich Franz-Josef Lingens, Manager beim TuS Bad Driburg am liebsten gar nicht mehr erinnern. Nach einer 2:0-Führung unterlagen die Kurstädterinnen mit einem Kantenball zum 10:12 im fünften Satz im Doppel zum bitteren 2:3. „Diese Niederlage hat uns das Genick gebrochen, denn bis zu diesem Spiel lagen wir ausgesprochen gut im Rennen. Nun haben wir auch noch in Tostedt verloren, so dass sich zeigen wird, wie die Mannschaft das verkraftet. Wir haben allerdings auch zusammen gesessen und uns vorgenommen mit frischem Mut dabei zu sein“, gibt sich Lingens zuversichtlich. Eine großartige Leistung zeigte seinerzeit die Kroatin Andrea Bakula mit einem 3:1 gegen Ding Yaping. „Ach diesmal wird viel von der Aufstellung abhängen“, glaubt Lingens. Doch die leisen Hoffnungen, dass Nanthana Komwong beim BFV nicht dabei sei, bestätigten sich nicht.

 

Am Rande informierte Lingens, dass das nächste Heimspiel am 14. Februar gegen den TTSV Saarlouis-Fraulautern von 14 Uhr auf 11 Uhr vorverlegt sei.

 

„Der erste Vergleich war wirklich eng, da haben wir Glück gehabt. Dafür waren wir wieder gegen die SV Böblingen vom Pech verfolgt. So gleicht sich das wieder aus. Wenn wir an diesem Wochenende gegen 96 und in Bad Driburg gewinnen, dann können wir erst einmal aufatmen und einen Blick vorausschauend auf die neue Saison und personelle Planungen werfen“, erklärt BFV-Abteilungsleiter Joachim Lautebach.

 

 

 

Sonntag, 14 Uhr: TTSV Saarlouis-Fraulautern – TV Busenbach

 

 

 

Ungewohnt selbstbewusst gibt sich der TV Busenbach vor der Partie beim TTSV Saarlouis-Fraulautern. „Wir haben doch nicht zweimal gegen Kroppach gewonnen, um uns im Saarland alles kaputt machen zu lassen. Wir werden nicht in Ehrfurcht erstarren und wollen gewinnen, es sei denn, unsere Gastgeberinnen überzeugen uns vom Gegenteil“, sagt TV-Geschäftsführerin Sabine Schlatterer. Im Gedächtnis sei natürlich noch das knappe 3:2 der Hinserie, als der TTSV sogar über Matchbälle verfügte. „Wir unterschätzen keinen Gegner, vor allem nicht nach dem Sieg des TTSV gegen Böblingen. Deshalb sind wir uns der Schwere der Aufgabe bewusst und Li Fen scheint aufgewacht zu sein. Aber unsere gute Ausgangsposition, auf dem dritten Tabellenplatz, punktgleich mit den beiden führenden Teams, wollen wir uns nicht nehmen lassen“, ergänzt Schlatterer. Die Ergebnisse von Nationalspielerin Kristin Silbereisen in Slowenien, als sie in der zweiten Hauptrunde die Niederländerin Li Jiao (Nummer 20 der Weltrangliste) und im Achtelfinale die Österreicherin Li Qiangbing (Nummer 44 der Weltrangliste) besiegte, lassen aufhorchen.

 

Mit einem hervorragenden dritten Platz beim Europe Youth Top 10 kehrte die 15-jährige Petrissa Solja aus der Slowakischen Republik zurück. Abzuwarten bleibt, ob die Regenerationsphase nach dieser anstrengenden Rangliste lang genug ist, um gegen die Gäste schon wieder eine Höchstleistung parat zu haben. „Wir wünschen uns ein schönes Spiel, das haben sich auch die Zuschauer verdient. Für das unglückliche 2:3 würden wir uns gern revanchieren. Wir möchten unseren Aufwärtstrend fortsetzen und eine attraktive Vorstellung bieten“, sagt TTSV-Manager Heinz Falk. Li Fen sei im ersten Vergleich krank gewesen, deshalb habe sie nicht zu überzeugen gewusst. „In der Rückrunde erwarten wir noch etwas von ihr. Die Chancen stehen bei 50:50, alles ist möglich“, rechnet Falk mit Spannung.   

 

 

 

Martina Emmert (www.tischtennis.de)