Der FSV Kroppach hat etwas gut zu machen PDF Drucken E-Mail

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Freitag, 19.30 Uhr: FSV Kroppach – TuS Bad Driburg

 

Frankfurt/Main. Nach einem sensationellen Start endete die Misere des TuS Bad Driburg mit der Niederlage gegen Schlusslicht Hannover 96. Der anfängliche Höhenflug zog eine Talfahrt nach sich, die mit Platz neun in der Tabelle vor der Weihnachtspause ihren Tiefpunkt erreichte. Erhobenen Hauptes präsentieren sich die Kurstädterinnen zurück, die beim FSV Kroppach ihr Bestes geben wollen. „Unsere Shi Qi hat von ihrem fast achtwöchigen Heimaturlaub in China profitiert. Sie ist mit einer guten Ausstrahlung zurück“, sagt TuS-Geschäftsführer Herbert Waggermayer. Er erwarte beim FSV eine ähnliche „Klatsche“ wie im ersten Vergleich. „Das Spiel war der Auftakt in die Saison, diesmal in die Rückrunde. Das ist vielleicht ein gutes Omen, denn danach ging es erst einmal steil für uns nach oben“, erinnert sich Waggermayer gern. Das Management habe im Vorfeld nicht damit gerechnet diese drei Siege einzufahren, eher mit Punkten gegen den BFV Hassia Bingen und Hannover 96. Das klappte dann nicht. „Also neues Jahr, neues Glück. Wir sind absolut optimistisch und schauen nach vorn. In den Westerwald unternehmen wir allerdings einen lockeren Betriebsausflug, um einfach unseren Rhythmus wiederzufinden“, berichtet der Geschäftsführer.

„Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Wir werden uns hüten den TuS auf die leichte Schulter zu nehmen oder überheblich zu sein. Die zahlreichen Überraschungen der ersten Hälfte haben gezeigt, dass einfach alles möglich ist“, erklärt FSV-Teammanager Dennis Leicher. Die Gäste hätten nichts zu verlieren, könnten locker aufspielen und das sei immer gefährlich. Gern sei Andrea Bakula an ihrer früheren Wirkungsstätte gesehen. „Wir freuen uns darauf die Kroatin bei uns begrüßen zu dürfen“, meint Leicher.

 

 

Sonnabend, 18.30 Uhr: TV Busenbach – FSV Kroppach

 

Mit Spannung wird das Spitzenspiel zwischen dem TV Busenbach und dem FSV Kroppach erwartet. Überraschend früh kommt dieser Vergleich im Kampf um die Meisterschaft, doch das liegt einfach daran, dass die Busenbacher Mannschaft im Vorfeld der Saison nur auf Position vier bis sechs in der Tabelle eingestuft wurde und nicht unbedingt als ernst zunehmender Konkurrent. Mit dem knappen 3:2-Sieg in der Hinrunde stellte der TV die Prognosen dann allerdings auf den Kopf. Mit Kristin Silbereisen auf der einen und Europameisterin Wu Jiaduo auf der anderen Seite haben zwei Nationalspielerinnen einen harten China-Lehrgang in den Knochen stecken. Der Jetleg wird den Beiden sicher noch zu schaffen machen, und der Drang nach ein paar Tagen Regeneration wird groß sein. Doch ihnen wird gleich volle Konzentration im Bundesligaalltag abverlangt. „Das trifft ja beide Seiten gleichermaßen, aber ideal ist das sicher nicht. Krisztina Toth war über Weihnachten zu Hause in Ungarn und Jia Jun in China. Sie ist in höchstem Maße motiviert“, sagt FSV-Teambetreuer Dennis Leicher. Verständlicherweise, denn die Spitzenspielerin der Kroppacher wurde bei ihrem ersten Auftritt in Deutschland von der Niederlage gegen Laura Robertson völlig geschockt. Das bedeutete den Anfang vom Ende für den Deutschen Meister. „Unsere Mannschaft hat gekämpft, an der Einstellung mangelte es nicht. Jia Jun merkte sehr schnell welches Niveau in der Bundesliga gefordert wird. Wir haben absolut etwas gut zu machen“, spornt Leicher sein Team an. Es müsse eine Schippe drauf gelegt werden, denn wenn Busenbach die starke Leistung wiederholen könne, würde es sehr schwer werden. „Wir sind trotzdem guten Mutes, diesmal das Ergebnis zu drehen. Busenbach muss schon an die obere Leistungsgrenze gehen um zu gewinnen, ob ihnen das ein zweites Mal gelingt bleibt fraglich“, sagt der Teambetreuer. Dass inzwischen mit Kristin Silbereisen eine Busenbacherin in Kroppach angeheuert hat, sorgt für zusätzliche Brisanz. „Das ist eine Situation, die immer mal wieder vorkommt. Kristin verhält sich da aber sicher wie ein Profi. Im Gegenteil, sie wird heiß sein, um uns zu beweisen, dass wir die richtige Person verpflichtet haben“, ist der Teambetreuer überzeugt.

 „Wir haben in der Vorrunde bewiesen, dass wir gegen jede Mannschaft bestehen können. Natürlich gehörte auch eine Portion Glück dazu. Das hatten wir auch gegen Kroppach, denn wir haben sie an einem schwarzen Wochenende erwischt. Faktisch ist jedoch klar, dass sie das nicht auf sich sitzen lassen wollen. Sie werden mit aller Macht versuchen, diese Scharte auszuwetzen. Deshalb ist der FSV eindeutig Favorit“, erklärt TV-Geschäftsführerin Sabine Schlatterer.

Nach der Niederlage des Tabellenzweiten SV Böblingen beim TTSV Saarlouis- Fraulautern besitzt der TV Busenbach die riesengroße Chance als Wiederholungstäter die Spitzengruppe zusammen zu halten und das Meisterschaftsrennen offen zu gestalten. Ein Erfolg des Herbstmeisters würde hingegen schon einen Meilenschritt nach vorn bedeuten.

  

Martina Emmert (www.tischtennis.de)