Der MTV Tostedt fordert das Spitzenduo der Liga PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 14.30 Uhr: FSV Kroppach – TTSV Saarlouis-Fraulautern
 
 
In den vergangenen zwei Jahren wurde der FSV Kroppach stets von der Konkurrenz gejagt, ohne Erfolg was die beiden Deutschen Meistertitel belegen. Nach den Niederlagen gegen Busenbach und in Böblingen hat sich die Situation in dieser Saison geändert. „Jetzt werden wir jagen. Wir lassen auf keinen Fall den Kopf hängen, denn wir haben noch drei Hindrundenspiele und die gesamte Rückserie vor uns. Da kann noch viel passieren. Wenn wir dran bleiben wollen, sollten wir gegen den TTSV Saarlouis-Fraulautern allerdings gewinnen“, sagt FSV-Teambetreuer Dennis Leicher. Diese Vorgabe erhöhe selbstverständlich den Druck, vor allem, weil der TTSV ein unangenehmer Gegner für den FSV sei. „Wir haben es noch nie geschafft Li Fen zu „knacken“, deshalb ist ein enges Spiel schon vorprogrammiert. Darauf sind wir aber auch eingestellt. Sollten wir verlieren, dann werden wir in jedem Spiel weiter kämpfen. Das sind wir unseren Fans und Sponsoren schuldig“, berichtet Leicher.
 
Das Augenmerk beim Gastgeber wird auf Neuzugang Jia Jun liegen, die bei ihrem Debüt zum Teil noch glücklos agierte. „Jia Jun hat an ihren Niederlagen zu knabbern gehabt, aber sie spielte ja nicht schlecht. Sie ist jung und hat erst ein internationales Turnier gespielt. Sie ist noch keine fertige Spielerin, sie sammelt noch Erfahrung“, erklärt der FSV-Teambetreuer.
 
 
„Wir konzentrieren uns voll und ganz auf die Partie gegen Bingen. Aber natürlich schwingt gegen Kroppach immer etwas mit. Wir haben schon einmal gezeigt, dass wir gewinnen können“, erinnert sich der TTSV-Manager Heinz Falk. Auch ihm sei natürlich bekannt, dass Li Fen immer eine starke Form gegen den FSV an den Tag gelegt habe.


Sonnabend, 18.30 Uhr: TV Busenbach – MTV Tostedt
 
 
Frankfurt/Main. Die Saison ist für den TV Busenbach bislang viel besser gelaufen als sich Management und Spielerinnen in den kühnsten Vorstellungen erträumten. Nach fünf Partien thront der Klub aus Baden-Württemberg auf Platz eins der Tabelle und ist zudem die einzige Mannschaft mit schneeweißer Weste. Aufmerksamkeit erzielte aber auch der MTV Tostedt mit dem Sieg gegen den TTSV Saarlouis-Fraulautern, so dass der TV gewarnt sein sollte. Außerdem bleibt abzuwarten, ob die frühe Wechselbestätigung von Kristin Silbereisen zum FSV Kroppach für Unruhe im Team gesorgt hat. „Kristin ist nach ihren guten Ergebnissen einem besseren Angebot gefolgt. Das kam für uns nicht überraschend. Wir hegen keinerlei Bedenken, dass ihre Leistung für uns darunter leidet. Kristin ist sehr ehrgeizig, und sie wird bestimmt ihrer Linie treu bleiben möglichst positiv zu spielen, auch im Sinne der Mannschaft“, ist TV-Manager  Jörg Peter sicher. Vielleicht wirke sich diese Situation sogar befreiend aus.
 
„Der MTV Tostedt hat seine Qualitäten schon längst bewiesen. Sie treten mit der gleichen Mannschaft an, die in der vergangenen Serie zwischenzeitlich den zweiten Tabellenplatz inne hatte. Es gibt in dieser Saison neun starke Gegner, da nehmen wir den MTV natürlich sehr ernst“, sagt Peter. Ziel sei dennoch ein Sieg, auch ein 3:2 sei in Ordnung. Beiden Teams stehen diverse Möglichkeiten im Aufstellungspoker zur Verfügung, aber erwartet wird das vielleicht entscheidende Einzel zwischen Shan Xiao Na und Han Ying. „Die Partie ist offen, aber Shan verfügt über die spielerischen Mittel zu gewinnen“, erklärt Peter. Auf jeden Fall würden sich alle auf den befreundeten Verein aus dem Norden freuen, der durch die Abwehrspielerin und Ex-Busenbacherin Han Ying und Irene Ivancan, die ebenfalls das Defensivspiel bevorzuge, attraktiven Sport erwarten lasse.
 
„Wir sind Außenseiter, nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wäre eine Überraschung möglich“, sagt MTV-Pressesprecher Sebastian Fengler. „Wir haben an die Reise in den Süden nicht unbedingt schlechte Erinnerungen, denn wir konnten schon einmal in Busenbach gewinnen, und anschließend beim Spitzenklub TTC Langweid ein Unentschieden erreichen. Wir sind nicht so vermessen davon zu sprechen, dass wir Standardpunkte abholen wollen, aber wir möchten unseren Gastgebern zumindest spannende Spiele bieten“, ergänzt MTV-Manager Friedel Laudon.
 
 
 
Sonnabend, 19 Uhr: TTSV Saarlouis-Fraulautern – BFV Hassia Bingen
 
 
 
Für den TTSV Saarlouis-Fraulautern verläuft die Saison wie eine Achterbahnfahrt. Guten Leistungen schlossen sich Negativerlebnisse an, wie zuletzt gegen den MTV Tostedt. Ob die Mannschaft damit umzugehen weiß, wird sich gegen Aufsteiger BFV Hassia Bingen zeigen. Die Gäste sind durch die recht überraschenden Resultate wieder auf einen Abstiegsplatz gerutscht und werden dementsprechend hoch motiviert in dieses Spiel gehen. „Wir haben uns zur Halbzeit ein Ziel von sechs Punkten gesetzt. Im Moment haben wir vier, also müssen wir aus unseren beiden Partien am Wochenende irgendwo zwei Punkte holen. Zum Abschluss liegt nur noch Tabellenführer TV Busenbach vor uns. Als Neuling unterliegen wir einem Lernprozess. Wir wussten, dass es für uns nicht leicht wird, dass sich die Saison so zuspitzt, dass jeder jeden schlagen kann, das haben wir nicht vermutet“, erklärt BFV-Abteilungsleiter Joachim Lautebach. Die Begeisterung im Umfeld sei groß, es wäre sehr schade, wenn die Mannschaft wieder absteigen müsse. „Wir hoffen, dass Ding Yaping wieder eine Stütze sein wird und an ihre hervorragende Leistung anknüpfen kann. Da Nanthana Komwong nicht mehr vor Ort ist wird unsere Abwehrspielerin Zhang Ying dabei sein. Auch Yüchun Zimmermann ist voll involviert. Beide sind in der Regionalliga aktiv, ihnen fehlt also nicht die Matchpraxis“, berichtet Lautebach. Ding Yaping bewies im Trikot von Hannover 96 bereits, dass sie gegen Li Fen gewinnen kann. Darin liegt vielleicht der Schlüssel zum Erfolg für den Aufsteiger.
 
„Die Stimmung nach der Niederlage in Tostedt war bei allen schon ziemlich gedämpft. Vor allem bei Li Fen und Petrissa Solja, die in dieser Saison noch nicht ihre optimale Leistung abrufen konnten“, erklärt TTSV-Manager Heinz Falk. Dennoch sei die Marschroute gegen Bingen klar, denn mit einem Sieg wolle sich die Mannschaft nach unten absichern. „Wir nehmen dieses Spiel sehr wichtig. Li Fen sollte gut vorbereitet sein, denn sie trainiert diese Woche im Leistungszentrum in Düsseldorf“, sagt Falk.
 
 
 
Sonntag, 10.30 Uhr: SV Böblingen – MTV Tostedt
 
 
 
Der MTV Tostedt schiebt auch in dieser Partie die Favoritenrolle dem Gastgeber zu, schließt einen Sieg beim SV Böblingen aber auch nicht gänzlich aus. Dass diese Option nicht all zu weit hergeholt ist, belegt der Erfolg in der vergangenen Saison. „Ich habe die Nordlichter von Anfang an dem Mittelfeld zugeordnet. Drei Spiele konnten noch nicht die wahre Leistungsstärke widerspiegeln. Wir rechnen mit einem offenen und schweren Spiel“, glaubt SV-Trainer Volker Ziegler. Spitzenspielerin Qianhong Gotsch habe keine Angst vor Han Ying, aber eine Menge Respekt vor Irene Ivancan. „Irene kennt Hongi vom gemeinsamen Training. Wir freuen uns übrigens sehr auf ein Wiedersehen mit unserer ehemaligen Spielerin. Irene ist jederzeit in der Lage zu gewinnen, weil sie super gegen Abwehr spielen kann. Der Punkt gegen Ding Yaping (Bingen) bestätigt dies eindeutig“, gibt sich Ziegler gespannt. Ansonsten seien alle Teammitglieder fit.
 
„Wir verfügen über 4:4 Punkte. Wenn wir unser Konto immer ausgeglichen halten können sind wir auf Kurs“, meint MTV-Manager Friedel Laudon, der dabei offen lässt, welcher der beiden Gegner als Punktelieferant herhalten soll.
 
 
 
Sonntag, 14.30 Uhr: BFV Hassia Bingen – DJK TuS Essen-Holsterhausen
 
 
Die Messlatte für den BFV Hassia Bingen wird gegen den DJK TuS Essen-Holsterhausen sehr hoch liegen. Auf der eigenen Seite ist Nanthana Komwong nicht mehr dabei, bei den Gästen dafür erstmalig nach ihrer langen Verletzungspause Elke Schall. „Wir haben anscheinend das Glück gepachtet. Nach unseren hauchdünnen Niederlagen gegen Bad Driburg und Böblingen, wo wir schon so dicht dran waren uns aller Sorgen zu entledigen, spielt nun auch noch Elke Schall gegen uns. Der DJK hätte wahrscheinlich nicht so viele Federn gelassen, wenn sie von Anfang an gespielt hätte“, gibt BFV-Abteilungsleiter Joachim Lautebach zu Bedenken. Für das Zuschauerinteresse  sei der Auftritt der Nationalspielerin sicherlich förderlich. „Sie hat schon einmal in Mainz-Finthen gespielt und ist in der Region besonders gut bekannt“, weiß Lautebach. Die Mannschaft wisse, dass die Aufgabe nicht leicht sei, aber vielleicht könne eine Außenseiterchance genutzt werden.
 
„Elke hat sich erfolgreich einer Lasertherapie unterzogen und ist wieder fit. Ob sich noch ein Trainingsrückstand bemerkbar macht wird sich natürlich erst zeigen. Aya Umemura und Zhenqi Barthel haben seit dem letzten Spiel vor fünf Wochen gut trainiert, so dass alles andere als ein Sieg eine Überraschung wäre“, gibt sich DJK-Manager Hans-Willi Frohn optimistisch. Auch vor einem engen Spiel sei ihm nicht bange, denn durch den Einsatz von Elke Schall könne ein starkes Doppel aufgeboten werden.

Martina Emmert (www.tischtennis.de)