Europameisterin schwebt noch immer auf Wolke sieben PDF Drucken E-Mail

Ein Interview mit "Dudu" Jiaduo Wu: Es war und ist wie im Traum

KROPPACH. In Stuttgart holte sich "Dudu" Jiaduo Wu mit einer Topleistung den EM-Titel im Einzel. Wir sprachen nach dem Bundesliga-Spiel gegen Berlin mit der Europameisterin.

Wie war die Woche nach dem EM-Triumph?

Ich hatte etliche Termine mit Sponsoren und Medien. Aber ansonsten habe ich mich auf das wichtige Spiel gegen Berlin so gewissenhaft vorbereitet wie auf die Europameisterschaft. Mein Papa hat am Telefon zu mir gesagt: Der EM-Titel ist schön, aber du musst sofort wieder nach vorne schauen.

Was hat es Ihnen bedeutet, vom Publikum in Stuttgart so großartig angenommen und unterstützt worden zu sein?

Das war ganz einfach großartig, die Unterstützung war sehr motivierend, vor allem bei Rückständen. Als ich beispielsweise im entscheidenden Satz des Halbfinales gegen Pavlovitch mit 0:3 hinten lag und eine Auszeit nahm, habe ich mir gesagt: Du musst jetzt kämpfen und noch mal alles geben, nicht nur für dich selbst, sondern auch für dieses Publikum.

Wie haben Sie den Verlauf des Turniers erlebt?

Ich habe im Vorfeld gar nicht an eine Einzelmedaille gedacht. Zunächst war es für mich in den Mannschaftswettkämpfen ja schon sehr gut gelaufen, als ich nur ein Spiel verlor. Dann habe ich nur von Punkt zu Punkt und von Satz zu Satz gedacht. An meinem Geburtstag am Samstag habe ich mir gesagt: Diese tolle Atmosphäre will ich auch am Sonntag noch genießen. Schwer war dann das Halbfinale, ins Endspiel habe ich noch mal alles reingelegt. Ich spiele jetzt drei Jahre für Deutschland, dies war mein größter Erfolg, es war und ist wie im Traum.

alt Die Fragen stellte

Christoph Gerhards


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Reich beschenkt wurde "Dudu" Jiaduo Wu vor dem Spiel gegen Berlin für den Gewinn des Europameister-Titels.


Westerwälder Zeitung vom Montag, 28. September 2009, Seite 15.