Der TV Busenbach kämpft die DJK TuS Essen-Holsterhausen nieder PDF Drucken E-Mail
DJK TuS Essen-Holsterhausen – TV Busenbach: 2:3
 
 
Frankfurt/Main. Wie erwartet trat die DJK TuS Essen-Holsterhausen gegen den TV Busenbach ohne Nationalspielerin Elke Schall an, die an einer Entzündung im Fuß laboriert. Der  Einsatz von Zhenqi Barthel, der wegen einem grippalen Infekt auf Messers Schneide stand, geriet nicht in Gefahr. Im Gegenteil, ihr wurde sogar die  Spitzenposition mit zwei Einzeleinsätzen anvertraut. Diese Maßnahme zahlte sich aus, denn nach einem ständigen Hin und Her, erkämpfte Barthel gegen Laura Robertson mit einem knappen 11:9 im fünften Satz die wichtige Führung. „Die Chance für Laura war da, doch sie wollte bei manchen Bällen zu schnell zu viel. In einer ausgeglichenen Partie schlug das Pendel in Richtung Holsterhausen aus“, kommentierte Sabine Schlatterer, TV-Geschäftsführerin.
 
In starker Form präsentierte sich anschließend bei den Essenerinnen Aya Umemura, die Shan Xiao Na beim 11:7, 11:8 und 11:7 keine Antwort schuldig blieb. „Shan hat überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Aya verfügt über die perfekte Technik und Taktik gegen unsere Nummer eins“, sagte Schlatterer.
 
"Aya und Zhenqi haben eine gute Leistung geboten. Bis zu diesem Zeitpunkt war alles in Ordnung", sagte DJK-Manager Hans-Willi Frohn.
 
Von diesem 0:2-Schock zeigte sich Kristin Silbereisen gegen Kathrin Mühlbach unbeeindruckt. Mit dem 11:1, 11:4, 11:2 bekam die Mädchennationalspielerin, die erst am Freitag von einem internationalen Turnier auf Madeira zurückkehrte, nicht die Spur einer Chance. Diesem Anschlusspunkt ließ Shan Xiao Na gegen Zhenqi Barthel ein 11:8 und 5:1 folgen. Der klare Vorsprung schmolz zum 6:6 dahin, aber Shan setzte sich mit einem 11:8 entscheidend ab. Im dritten Satz erlosch der Widerstand von Barthel schnell und die Busenbacherin markierte den 2:2-Ausgleich. „In diesen beiden Einzeln waren wir uns vorab recht sicher, dass wir punkten“, meinte die Geschäftsführerin.
 
"Wir können Kathrin gar keinen Vorwurf machen, denn Kristin Silbereisen agierte bombenstark, und Zhenqi hat gegen Shan noch nie gewonnen", resümierte Frohn.
 
Hatte in der Saison 2008/2009 Elke Schall noch häufig die Aufgabe im Doppel an der Seite von Kristin Silbereisen übernommen, zückte der TV gleich im ersten Spiel der Saison den Joker - Jessica Göbel. Mit Erfolg, denn der TV holte sich gegen Umemura/Mühlbach mit 11:9 den ersten Satz, und einem 6:11 folgte ein glattes 11:4. Dieser Satzgewinn brachte Sicherheit und der TV-Express nahm zum 5:2 weiter Fahrt auf. Nach den Zwischenständen 6:5, 8:5, 10:7, 10:8 triumphierten die Gäste mit einem 11:8. Beim DJK zerplatzte nach einem 2:0 das gute Gefühl einen Sieg zu landen, wie eine Seifenblase und Enttäuschung machte sich breit.
„Ich bin dafür total begeistert, denn Jessica hat nichts verlernt. Ihr Ballgefühl einfach klasse. Sie hat mit Kristin, die bestens in Form ist, das erste Mal in einem Bundesliga-Wettkampf zusammen Doppel gespielt. Die sehr professionelle Saisonvorbereitung bei Jessica war deutlich erkennbar“, freute sich Schlatterer über den Auftakt nach Maß. Die Punkte in Holsterhausen seien nicht eingeplant gewesen, deshalb sei sie komplett glücklich und mehr als zufrieden.  
 
"Aya hat die Bälle von Jessica Göbel gut pariert, aber leider hat es nicht gereicht. Elke Schall und ihr Lebensgefährte Christian Süß waren auch in der Halle. Wir wissen noch nicht, wie lange Elke ausfällt, sie kann den Fuß kaum belasten", erklärte der Essener Manager. Der Saisonauftakt sei nun wenig verheißungsvoll gewesen.
 
 
TuS Bad Driburg – FSV Kroppach: 0:3
 
Der FSV Kroppach hat beim TuS Bad Driburg seinem Namen als Titelverteidiger alle Ehre gemacht und ohne Satzverlust locker die Partie nach Hause geschaukelt. Die Gastgeberinnen waren zu keiner Zeit in der Lage den FSV in Bedrängnis zu bringen. Lediglich der dritte Satz von TuS-Neuzugang Andrea Bakula gegen Wu Jiaduo erlebte einige Spannungsmomente, doch dabei sollte es auch bleiben. Nach Vergabe einiger Matchbälle und Abwehr von Satzbällen holte sich Wu Jiaduo mit einem 16:14 doch noch den Durchgang zum 3:0-Endstand für ihr Team. „Diese deutliche Überlegenheit hat mich schon überrascht. Dudu war zuletzt etwas gierig und suchte die Entscheidung zu schnell, aber es ist ja gut gegangen“, sagte FSV-Teambetreuer Dennis Leicher. Sun Bei Bei habe gegen Li Bin mit Kopf und viel Übersicht agiert. „Sun war auch haushoch überlegen. Bei ihrer Premiere für uns spielte sie sehr variabel, sie verfügt über gute Aufschläge und hält einem Vergleich mit unserer Nummer eins aus der vergangenen Saison, Wang Yue Gu, stand“, freute sich Leicher. Sun habe keine Fehler gemacht, und nach den vielen Trainingseinheiten sei ein positiver Start im Wettkampf besonders förderlich für das Selbstvertrauen. „Insgesamt ist jede Spielerin, auch Krisztina Toth gegen Shi Qi ihrer Favoritenrolle gerecht geworden“, erklärte der Teambetreuer sehr zufrieden.
 
„Die ersten beiden Einzel verliefen schon sehr einseitig. Shi Qi konnte gegen eine sehr sicher aufspielenden Krisztina Toth noch nicht an ihre Leistung aus der zurückliegenden Saison anknüpfen. Das, was Sun Bei Bei gezeigt hat, ist schon Tischtennis aus einer anderen Welt, da war für Li Bin nichts zu machen“, analysierte TuS-Manager Franz-Josef Lingens. Danach habe aber Andrea Bakula gezeigt, dass sie eine Verstärkung für die Mannschaft sei. „Andrea hat sich gut verkauft und gekämpft. Gerade aus der Halbdistanz ergaben sich schöne Bälle“, berichtete Lingens.  
 
Martina Emmert (www.tischtennis.de)