Rückzug ist Protest gegen das Verbandsgebaren PDF Drucken E-Mail
Der Vorstand des FSV Kroppach zieht aus den Querelen mit dem europäischen Tischtennis-Verband (ETTU) Konsequenzen und wird seine Mannschaft in der kommenden Spielzeit nicht für die Champions-League melden. Der Streit eskalierte, nachdem die ETTU es 2008 nicht geschafft hatte, zum Final-Hinspiel gegen Heerlen Schiedsrichter nach Kroppach zu entsenden. Es folgten eine Reihe widersprüchlicher Entscheidungen seitens der ETTU und in der noch laufenden Saison Irritationen um die Farbe des Hallenbodens in Kroppach. Eine Regelung für die Vereine, sollten erneut keine Schiedsrichter kommen, wurde nicht getroffen, eine Anfrage wurde nicht einmal beantwortet. "Die Ignoranz der ETTU gegenüber den Vereinen ist unerträglich", so Kroppachs Manager Horst Schüchen. Der für die Mannschaft zuständige Teamchef Dennis Leicher sagt: "Ich begrüße die Entscheidung des Vorstandes. Es ist ein logischer Schritt, anderen Vereinen wie dem TV Busenbach und Statistika Budapest zu folgen. Der Verband verordnet teils aberwitzige Auflagen bezüglich Hallengrößen, VIP-Betreuung und Fernseh-Übertragungen, geht aber auf die Belange der Vereine in keinster Weise ein, für die es in diesem Prestige-Cup ohnehin nichts zu verdienen gibt."    (gh)
 

Westerwälder Zeitung vom 09.04.2009, Seite 25.