FSV hat zwei harte Nüsse zu knacken PDF Drucken E-Mail
Kroppach muss "weiße Weste" zu Hause gegen den Dritten aus Berlin und den Vierten aus Saarlouis verteidigen

In der Tischtennis-Bundesliga der Frauen bekommt es der alte und neue Deutsche Meister FSV Kroppach am Wochenende zu Hause mit den beiden Mannschaften zu tun, die ihm in der Hinrunde das Siegen am schwersten machten.

KROPPACH. Die "Mannschaft der Stunde" und einer kleiner "Angstgegner" sind in der Tischtennis-Bundesliga am Wochenende in Kroppach zu Gast. Am Samstag um 18 Uhr erwartet der verlustpunktfreie Spitzenreiter den in der Rückrunde noch ungeschlagenen Tabellenzweiten 3 B Berlin, am Sonntag um 14.30 Uhr den Rangvierten TTSV Saarlouis-Fraulautern.

Gegen beide Gegner gab es in der Hinrunde 3:2-Siege des FSV Kroppach, die also erst im Abschlussdoppel unter Dach und Fach gebracht wurden.

Kroppach - Berlin

Die Berlinerinnen verhalfen Kroppach am Sonntag mit ihrer Schützenhilfe in Form eines Sieges über Busenbach zwar vorzeitig zum Meistertitel, dürfen aber dennoch keine Geschenke erwarten. "Zwar steht für uns jetzt das Finale in der Champions-League gegen Linz im Vordergrund, in das wir mit einer topfitten Mannschaft gehen wollen, aber wir nehmen auch die restlichen Spiele in der Bundesliga sehr ernst und wollen unsere Siegesserie halten", geht FSV-Teamchef Dennis Leicher davon aus, dass "unsere Spielerinnen sich weiterhin so ehrgeizig präsentieren werden wie bisher." Krisztina Toths Trainingspensum wurde heruntergeschraubt, sie durfte sich in dieser Woche ganz auf die Regeneration konzentrieren.

Die Berlinerinnen haben nach einem Fehlstart in die Saison inzwischen einen Lauf. Spitzenspielerin Song Ah Sim ist laut Leicher "eine Klassespielerin, sehr stabil, sie leistet sich kaum Ausrutscher". Mit den Nationalspielerinnen Georgina Pota (Ungarn) und Tanja Hain-Hoffmann (Deutschland) bildet sie eine Mannschaft, die dem FSV Kroppach wie in den Vorjahren durchaus gefährlich werden kann und darauf hofft, Busenbach noch von Rang zwei zu verdrängen und sich im Saisonendspurt die Vizemeisterschaft zu sichern.

Kroppach - Saarlouis-Fraulautern

Im Hinrundenspiel sahen 550 Zuschauer in Saarlouis, wie Fen Li sowohl Krisztina Toth als auch Yue Gu Wang bezwang und damit Kroppachs Nummer eins eine ihrer ganz wenigen Saisonniederlagen beibrachte. "Fen ist gegen uns immer sehr motiviert", sagt Dennis Leicher. "Bislang konnten wir sie noch nicht knacken. Ich hoffe, dass dies am Sonntag gelingt. Aber das ist eine richtig schwere Aufgabe, denn sie war im chinesischen Nationalkader und weiß, wie man die Kugel übers Netz spielt."

Nicht zu unterschätzen sind auch die Schwestern Petrissa und Amelie Solja. Letztere stieg kometenhaft ins deutsche Nationalteam auf und sorgte nach dem Aufstieg der Saarländerinnen auch für manche Überraschung in der Bundesliga, unter anderem beim Heimsieg über den FSV Kroppach in der Saison 2007/2008. "Amelie ist wegen ihres ungewöhnlichen Spielsystems immer eine unangenehme und gefährliche Spielerin, doch ihre Gegnerinnen haben sich inzwischen besser auf sie eingestellt", meint Leicher. Saarlouis bezwang zuletzt den MTV Tostedt zu Hause mit 3:1.

   Christoph Gerhards

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Die deutsche Nationalspielerin Tanja Hain-Hoffmann will am Samstag mit ihrem in der Rückrunde noch ungeschlagenen Berliner Team dem Deutschen Meister FSV Kroppach die erste Saisonniederlage in der Bundesliga beibringen.  Foto: Jürgen Vohl

 

Westerwälder Zeitung vom 03.04.2009, Seite 12.