Hält die weiße Rückrundenweste von 3B Berlin Tischtennis? PDF Drucken E-Mail
Frankfurt/Main. Alles andere als optimal durfte der siebte Tabellenplatz von 3B Berlin Tischtennis zur Halbzeit gesehen werden, war die Mannschaft doch mit großen Zielen gestartet. Doch das Team glaubte immer an die eigene Stärke, ließ sich nicht entmutigen und setzte in der Rückrunde zu einem unglaublichen Höhenflug an. Mit dem Sieg am vergangenen Spieltag gegen den TV Busenbach kürten die Bundeshauptstädterinnen nicht nur den FSV Kroppach vorzeitig zum Deutschen Meister, sie sägen auch fleißig am Stuhl der Busenbacherinnen, die die Vizemeisterschaft fest im Visier haben. Das Highlight der Saison könnte für 3B nun ein Erfolg beim FSV selbst werden. Beide Teams sind bis dato in der Rückrunde noch ungeschlagen. Vor einer äußerst schwierigen Aufgabe steht der Tabellenzweite Busenbach beim TTSV Saarlouis-Fraulautern, denn das 0:3 der Hinrunde ist noch allgegenwärtig.
Sonnabend, 18 Uhr: FSV Kroppach – 3B Berlin Tischtennis: Gäste wollen die Vizemeisterschaft
 
"Ich gehe davon aus, dass unsere Spielerinnen Profis genug sind, um sich nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft nicht hängen zu lassen", sagt FSV-Manager Horst Schüchen. Es sei sicherlich schwierig, sich nach dem Gewinn des Titels noch zu motivieren, zumal als großes Ziel nun der Gewinn der Champions-League ausgegeben sei. "Dennoch erwarte ich von der Mannschaft, dass sie alles gibt, denn Berlin ist ein attraktiver Gegner, und wir wollen unseren Fans ein gutes und kampfbetontes Spiel liefern", erklärt Schüchen.
Grundsätzlich würden die Spielerinnen diese Woche zum Relaxen nutzen. Keine der Damen muss in dieser Woche für ihr Land international ran. Weder Krisztina Toth noch Wu Jiaduo "Dudu" spielen die Nations-League. "Darüber bin ich sehr froh, denn die Belastung der Spielerinnen in der Vergangenheit war hoch", sagt Schüchen. Er gehe davon aus, dass alle Damen am Wochenende fit in die beiden schweren Spiele gegen Berlin und Fraulautern gingen. Einzig hinter dem Einsatz von Nicole Struse steht noch ein Fragezeichen. Sie quält sich mit einer Magen-Darm-Grippe herum.
"In der ersten Spielhälfte haben wir neben den Partien in der Champions-League gegen Kroppach unsere beste Saisonleistung abgerufen. Wir waren beim 2:3 ganz dicht dran. Der FSV ist aber auch diesmal Favorit, denn wir gehen davon aus, dass sie ihre "0" behalten wollen und die stärkste Mannschaft aufbieten. Eine Spielerin wie Wang Yue Gu steht halt auch zu Recht in der Weltrangliste so weit oben", sagt Christian Nohl, Manager der Bundeshauptstädterinnen. Sein Team wolle aber versuchen, dem Gastgeber mit aller Macht Paroli zu bieten. "Wir kämpfen um den zweiten Tabellenplatz und sehen durchaus unsere Chancen", ist Nohl optimistisch.
Die Variationsmöglichkeiten in den Aufstellungen beider Teams sind vielfältig. Auch, dass Nicole Struse in den letzten Spielen bei Kroppach zum Einsatz kommt, hält Nohl für nicht ausgeschlossen. "Wir würden uns natürlich freuen, wenn der FSV uns und dem TV Busenbach gegenüber Fairness in der Besetzung walten lässt, da die Vizemeisterschaft noch nicht entschieden ist", hofft Nohl.
Sonntag, 14.30 Uhr: FSV Kroppach – TTSV Saarlouis-Fraulautern: Manager Horst Schüchen erwartet "unbequemen" Gegner
 
"Jeder aus der Liga möchte sich den Skalp des Deutschen Meisters holen, und deshalb werden alle unsere Gegner versuchen, uns zu schlagen", blickt Horst Schüchen, Manager des FSV Kroppach, voraus. Dazu würde ganz besonders der TTSV zählen, der ein unbequemer und schwierig auszurechnener Gegner sei. "Wir haben schon in der Hinrunde ganz schön an Fraulautern geknabbert", erinnert sich Schüchen. Doch auch für dieses Spiel gelte, was er schon zur Partie gegen Berlin gesagt habe. "Ich bin davon überzeugt, dass unsere Damen ihre weiße Weste verteidigen wollen und werden."
„Wir haben gegen Kroppach eigentlich immer gut ausgesehen. In der Saison 2007/2008 holte sich der FSV die Meisterschaft mit 30:2 Punkten. Die zwei steht für Saarlouis-Fraulautern. Den ersten Vergleich in dieser Serie haben wir auch nur 2:3 verloren, deshalb gehen wir respektlos an diese Aufgabe heran, wohl wissend, dass uns nicht immer eine Sensation gelingen kann“, erklärt TTSV-Manager Heinz Falk. Seine Mannschaft habe zuletzt sehr schwankend gespielt, neben guten Leistungen habe es aber auch Durchhänger gegeben. „Mal sehen, welche Tagesform wir auspacken. Der kurze Abstand zwischen den beiden Wochenendspielen wird sich weniger auswirken, das sollte machbar sein“, berichtet Falk.
Martina Emmert (www.tischtennis.de)