Im dritten Anlauf soll der Titelgewinn endlich glücken PDF Drucken E-Mail
Freitag, 20.15 Uhr: Linz AG Froschberg – FSV Kroppach
 
Kroppach bangt um den Einsatz von Krisztina Toth
 
Frankfurt/Main. Bereits zum dritten Mal in Folge steht der FSV Kroppach im Finale der Königsklasse, doch aus unterschiedlichen Gründen blieb ihnen die Krone bislang verwehrt. Gastgeber Linz AG Froschberg und der amtierende Deutsche Meister spielten bereits in der Gruppe gegeneinander. Nach einem 1:3 in Österreich, folgte ein 3:1 an eigenen Tischen. Mit dem besseren Satzverhältnis übernahm die Linz AG schließlich den ersten Platz. Deshalb wissen beide Gegner genau, was sie voneinander zu halten haben, jede taktische Variante in der Mannschaftsaufstellung scheint kein Geheimnis mehr zu sein.
 
„Eine Prognose fällt wirklich schwer, wenn die zwei stärksten europäischen Mannschaften aufeinander treffen. Die Gruppenspiele haben gezeigt, dass alles möglich ist. Die Tagesform wird eine große Rolle spielen“, sagt FSV-Teambetreuer Dennis Leicher. Aller guten Dinge seien vielleicht drei. „Der Aufwand, der in der Champions-League betrieben wird, ist groß, deshalb wäre es natürlich schön, wenn wir nach diesen Prestigekämpfen auch mal den Titelgewinn einheimsen könnten“, meint der Teambetreuer. Allerdings plagt die Mannschaft aus dem Westerwald noch Verletzungssorgen. „Krisztina Toth hat sich bei den German Open am vergangenen Wochenende eine schwere Zerrung zugezogen, so dass sie ihr Spiel aufgeben musste. Ihr Einsatz ist sehr fraglich, obwohl wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben. Zum Glück haben wir mit Nicole Struse eine versierte Spielerin in petto“, ist Leicher überzeugt.
 
FSV-Spitzenspielerin Wang Yue Gu habe ihre Verletzung aus dem Bundesligaspiel beim TuS Bad Driburg soweit überstanden. „Wang hatte eine Bänderdehnung mit einem Bluterguss. Bei den German Open wollte sie noch kein Risiko eingehen und hat sehr vorsichtig agiert. Sie hat sich zu Gunsten der Champions-League noch etwas geschont“, erklärt Leicher.
Mit dabei ist auch die Nummer eins in Deutschland, Wu Jiaduo, die sich bei den German Open in Bremen bis in das Viertelfinale vorspielte.
 
Die Österreicherinnen werden von der Nummer 13 der Weltrangliste, Liu Jia, angeführt. Die ehemalige Europameisterin strotzt derzeit vor Selbstbewusstsein, denn gegenüber der regionalen Presse äußerte sie: „Ich habe gegen Wang einmal gewonnen und einmal verloren. Es wird ein ganz schweres Match. Aber zurzeit bin ich topfit und in blendender Form. In dieser Verfassung bin ich in der Lage, fast jede Spielerin auf der Welt zu schlagen.“
„Liu Jia macht uns nicht so große Probleme, denn ihre Spielweise kennen wir, da wissen wir was kommt, und können uns dementsprechend einstellen. Viel schwieriger wird die Aufgabe gegen unsere ehemalige „Maja“ Zhu Hong werden. Sie ist für mich die kompletteste Abwehrspielerin Europas oder sogar noch darüber hinaus“, erklärt der Teambetreuer. Sie verfüge auch über ein gutes Angriffsspiel und sei kaum auszurechnen. „Eine kleine Unaufmerksamkeit oder Nachlassen nutzt sie sofort aus“, weiß Leicher.
Das Team der Österreicherinnen wird von Li Qiangbing und der tschechischen Nationalspielerin Iveta Vacenovska vervollständigt.
 
„Für uns ist es in Ordnung, dass wir zuerst auswärts antreten. Unser Ziel ist eine gute Basis für das Rückspiel am 11. April um 18.30 Uhr in Kroppach zu schaffen. Wir wissen dann genau, was wir erreichen müssen und verfügen über den Heimvorteil. Da bis dahin auch die Deutsche Meisterschaft entschieden ist, hoffen wir diesmal endlich auf ein großes Fest“, sagt Leicher. Beide Mannschaften hätten es sich verdient, in den Medien entsprechend gewürdigt zu werden. „Unsere Spielerinnen sind international so erfahren, dass sie sich von den Fans in Linz nicht beeindrucken lassen. Ich finde den Rahmen dort gut, das macht unseren Sport interessant und schön. Wir freuen uns schon auf eine spannende Begegnung“, berichtet Leicher.
alt
Aufn.: Dr. Stephan Roscher
 
Martina Emmert (www.tischtennis.de)
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. März 2009 um 17:05 Uhr