Deutsches Frauen-Trio ist draußen PDF Drucken E-Mail
Wu, Silbereisen und Barthel scheitern bei der WM in Runde drei

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Das war wohl nix: Kristin Silbereisen musste bei der WM im Einzel vorzeitig die Segel streichen. Foto: dpa
 
Paris. Für die Frauen des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) ist das Einzel-Turnier bei der WM in Paris vorzeitig beendet. Alle drei Spielerinnen scheiterten in der dritten Runde ohne Satzgewinn gegen höher eingestufte Gegnerinnen aus Asien. Ex-Europameisterin Wu Jiaduo aus Kroppach verlor 0:4 (3:11, 5:11, 4:11, 7:11) gegen Wu Yang aus China. Zhenqi Barthel (Bingen) war gegen die chinesische Weltranglisten-Zweite Liu Shiwen chancenlos – 3:11, 8:11, 8:11, 3:11. Kristin Silbereisen verpasste gegen Jiang Huajun (Hongkong) ebenfalls den Einzug in das Achtelfinale. Die Spielerin des deutschen Mannschaftsmeisters FSV Kroppach unterlag mit 9:11, 8:11, 10:12 und 7:11. Zuletzt hatte 2009 bei der WM in Yokohama keine DTTB-Spielerin die Runde der letzten 16 erreicht.

Auch in den Doppel-Wettbewerben haben sich die Reihen des DTTB ziemlich gelichtet. Nur das Kroppacher Duo Silbereisen/Wu sowie die Männer-Kombination Patrick Baum/Bastian Steger (Düsseldorf/Saarbrücken) überstanden den Donnerstag schadlos und qualifizierten sich für das Achtelfinale. In der Mixed-Konkurrenz, wo lediglich zwei Duos am Start waren, ist der DTTB nicht mehr vertreten. Als letzte deutsche Kombination verpassten hier Patrick Franziska/Petrissa Solja den Einzug ins Achtelfinale. Das Duo verlor in der dritten Runde mit 3:4-Sätzen gegen Pawel Fertikowski/Katarzyna Grzybowska aus Polen.

In Abwesenheit der Top-Spieler Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov, die sich in Paris ganz auf das Einzel konzentrieren, zeigten Baum/Steger zwei gute Partien. Nach den Siegen gegen Wjatscheslaw Burow/Alexei Smirnow (Russland/4:2) und Tang Peng/Wong Chun Ting (Hongkong/4:1) geht das deutsche Doppel zuversichtlich in die heutige Partie gegen Chen Chien-An/Chuang Chih-Yuan aus Taiwan.

Auf die Kroppacher Klubkolleginnen Silbereisen/Wu wartet nach dem klaren 4:1 gegen Dana Cechova/Renata Strbikova (Tschechien) in der nächsten Runde eine Mammutaufgabe. Gegen die Chinesinnen Guo Yue/Li Xiaoxia droht das Aus. Die Kombination Barthel/Irene Ivancan (Bingen/Berlin) bekam die Sonderklasse der Chinesinnen schon einmal schmerzhaft zu spüren. Beim 0:4 (3:11, 6:11, 5:11, 1:11) gegen Chen Meng/Zhu Yuling reichte es in vier Sätzen gerade einmal für insgesamt 15 Punkte.

Westerwälder Zeitung vom Freitag, 17. Mai 2013, Seite 12