Silbereisen: Das war die schönste Zeit PDF Drucken E-Mail


Interview Neuer Verein spielt für Nationalspielerin noch keine Rolle – 100 Prozent Kroppach

Kroppach. In ihrer dritten Saison mit dem FSV Kroppach will Kristin Silbereisen zum dritten Mal Deutscher Mannschaftsmeister werden.



Frau Silbereisen, in dieser Woche ziehen Sie zum letzten Mal in die Kroppacher „Tischtennis-WG“. Wie viel Wehmut kommt da auf?

Bis jetzt geht es noch. Wir freuen uns natürlich auf unser letztes Wochenende in Kroppach. Dass danach Schluss sein wird, kann ich mir immer noch nicht vorstellen.



Obwohl Sie schon seit Mitte Dezember wissen, dass es so kommt...

Damals war das natürlich ein großes Thema, wir haben viel darüber geredet. Niemand hat dem Verein einen Vorwurf gemacht, alle waren einfach nur traurig, dass wir in dieser Konstellation bald nicht mehr zusammenspielen werden.



Wie schwer war es für Sie, einen neuen Verein zu finden?

Angebote gab es schon. Die Frage war, ob diese zu den eigenen Ansprüchen passen. Da kamen nicht mehr viele Vereine in Frage.



Am Freitag geht es gegen den TTC Berlin, den neuen Verein von Ihnen und Shan Xiaona. Wie viel Kroppach und wie viel Berlin werden Sie in Ihrem Herzen tragen?

Das ist keine Frage: 100 Prozent Kroppach. Wir wollen alle Deutscher Meister werden und freuen uns auf das, was da noch kommt.



Berlin ist der schwere Gegner des Wochenendes, Watzenborn der leichte. Wie sehen Sie die Chancen, dass Sie schon am Freitag mit einem Sieg gegen Berlin die Weichen Richtung Titel stellen können?

Wir hoffen natürlich, dass es mit einem Sieg am Freitag klappt. Aber wir dürfen uns nicht sicher sein. Wir gehen diese Aufgabe mit Vorfreude, Ehrgeiz und Respekt an.



Was spricht in diesem Spitzenspiel für Berlin, was für Kroppach?

Wir kennen uns gut, da können Taktik und Tagesform den Ausschlag geben. Für uns spricht, dass wir als Mannschaft einfach perfekt funktionieren.



Haben Sie noch Zweifel am Titel?

Die Grundlage haben wir gegen Saarlouis-Fraulautern gelegt. Denen wollen wir nicht den Gefallen tun, dass wir jetzt noch stolpern.



Wenn Sie kurz vor dem Ende auf Ihre Zeit in Kroppach zurückblicken: Was bleibt hängen?

Ich habe mich vom ersten Tag an wohlgefühlt und bereue keinen einzigen Moment. Es war die beste und schönste Zeit, die ich bis jetzt bei einem Verein hatte.



Das Gespräch führte Marco Rosbach

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 18. April 2013, Seite 13