FSV Kroppach behauptet seinen Vorsprung PDF Drucken E-Mail

Nach dem 5:5 im Topspiel in Saarlouis hält der Meister nun alle Trümpfe in der Hand
 
Von unserem Redakteur Christoph Gerhards

alt
Bild vergrößern
Kristin Silbereisen (Foto) gewann ihre beiden Einzel gegen Nadine Bollmeier und Ni Xia Lian jeweils in vier Sätzen und rettete dem FSV Kroppach im letzten Spiel des Tages das 5:5-Unentschieden. Foto: Marco Rosbach


Saarlouis. Mit einer beeindruckenden Aufholjagd erkämpfte sich der FSV Kroppach im Topspiel der Tischtennis-Bundesliga der Frauen ein 5:5 beim Tabellenzweiten in Saarlouis. Dabei lief das FSV-Quartett von Beginn an einem Rückstand hinterher, bevor es zu einem Happy End kam. „Saarlouis war fast schon durch, aber dann hat unsere Mannschaft das Unmögliche möglich gemacht“, freute sich FSV-Teamchef Dennis Leicher. „Ich bin fast sprachlos und kann die Truppe einfach nur loben, bis zum Mond und wieder zurück.“

Die Gastgeberinnen stellten die Weichen vermeintlich frühzeitig auf Sieg: Hatte der FSV Kroppach beim 5:5 im Hinrundenspiel noch beide Eingangsdoppel gewonnen, so drehten die Saarländerinnen diesmal den Spieß um und gingen ihrerseits mit 2:0 in Führung.

Anschließend lieferte „Dudu“ Wu Jiaduo zwar Kroppachs „Angstgegnerin“ Li Fen einen ganz großen Kampf, musste ihr letztlich aber nach einer 2:1-Führung nach dem 9:11 im entscheidenden fünften Satz doch zum Sieg gratulieren. Am Nebentisch gab Shan Xiaona gegen Li Jiao eine 2:0-Satzführung aus der Hand. Doch die Deutsche Einzelmeisterin behielt die Nerven, entschied den fünften Durchgang mit 11:9 zu ihren Gunsten und verkürzte somit für den FSV Kroppach auf 1:3.

Ärgerlich für den FSV war dann, dass Krisztina Toth nach einer 8:4-Führung im zweiten und gewonnenem ersten Satz im Duell zweier Routiniers Ni Xia Lian wieder ins Spiel kommen ließ. „Nixi“ ließ sich nicht zweimal bitten und drehte nicht nur den Satz, sondern dann das gesamte Match zu ihren Gunsten. Das letzte Spiel vor der Pause brachte den Vergleich zweier deutscher Nationalspielerinnen. Dabei behielt Kristin Silbereisen einen kühlen Kopf und verkürzte für den FSV Kroppach auf 2:4.

Ein wenig überraschend und genau anders herum als im Hinrundenspiel verliefen dann die weiteren Begegnungen des oberen Paarkreuzes, denn Shan wusste Li Fen endlich mal zu knacken. Doch Wu konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen und unterlag Li Jiao.

Krisztina Toth gewann danach in vier Sätzen gegen Nadine Bollmeier. Und da Kristin Silbereisen sich in einem Krimi gegen Ni durchsetzte, war tatsächlich das 5:5 geschafft, das einem Sieg gleichkommt. Dabei lag sie im vierten Satz mit 5:10 hinten – und gewann ihn mit 12:10. Das war quasi beispielhaft für die großartige Kroppacher Aufholjagd nach Rückständen von 0:3, 1:4 und 3:5.

Damit bleibt der Meister in der Tabelle vorn und hat nun bei noch zwei Heimspielen gegen Berlin und Watzenborn am 19. und 21. April alle Trümpfe im Titelrennen in der Hand.



Saarlouis-Fr. - FSV Kroppach 5:5

Li Fen/Li Jiao - Shan/Toth 9:11, 11:8, 11:5; 11:9; Ni/Bollmeier - Wu/Silbereisen 11:7, 10:12, 11:6, 7:11, 11:7; Li Fen - Wu 8:11, 11:9, 8:11, 11:3, 11:9; Li Jiao - Shan 5:11, 8:11, 14:12, 11:8, 9:11; Ni - Toth 9:11, 12:10, 11:7, 11:7; Bollmeier - Silbereisen 9:11, 11:8, 10:12, 5:11; Li Fen - Shan 5:11, 7:11, 11:6, 10:12; Li Jiao - Wu 11:9, 11:5, 6:11, 11:5; Ni - Silbereisen 15:13, 9:11, 10:12, 10:12; Bollmeier - Toth 11:9, 5:11, 9:11, 7:11.

Westerwälder Zeitung vom Montag, 25. März 2013, Seite 24