Tabellenführer FSV Kroppach gibt sich sehr zufrieden PDF Drucken E-Mail
Frankfurt/Main. Der FSV Kroppach hat die Spitzenposition in der Tabelle mit 4:0 Punkten souverän verteidigt. Gastgeber TUSEM Essen zog sich zwar achtbar aus der Affäre, doch beim 1:6 kam unter dem Strich wenig Zählbares zum Vorschein. Den einzigen Punkt für den TUSEM erkämpfte sich Shi Qi nach einem 0:2-Satzrückstand gegen Shan Xiaona. Der ttc berlin eastside erteilte dem Tabellenneunten NSC Watzenborn-Steinberg beim 6:0 eine kostenlose Lehrstunde, und die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim setzte mit dem 6:0 gegen den LTTV Leutzscher Füchse 1990 den Reigen der deutlichen Resultate an diesem Spieltag fort. Ersatzspielerin Zhang Ying zeigte sich bei der TTG gut aufgelegt.

 Tabellenführer FSV Kroppach gibt sich sehr zufrieden
Präsentiert sich erfolgreich, Kristin Silbereisen vom FSV Kroppach (Aufnahme: Ronny Pabst)


 TUSEM Essen – FSV Kroppach 1:6

Shi Qi verdient sich ein Sonderlob

Für eine Niederlage, bei der letztendlich nur der Ehrenpunkt zu Stande kam, trotzte der TUSEM Essen mit zwei Stunden und 50 Minuten ganz schön lange den Angriffen von Spitzenreiter FSV Kroppach. Doch um die Gäste ernsthaft unter Druck setzen zu können, fehlte den Essenerinnen ein Punkt im Doppel. Elke Schall-Süß/Barabora Balazova kratzten nach einem 9:11, 12:10, 7:11, 13:15 zumindest am Satzausgleich gegen Wu Jiaduo/Kristin Silbereisen. „Als es eng wurde waren die Zwei zur Stelle, und sie brachten durch variantenreiches Spiel schließlich den Sieg unter Dach und Fach. Auch Shan Xiaona/Krisztina Toth überzeugten beim 3:1“, lobte FSV-Teambetreuer Dennis Leicher.

Im weiteren Verlauf war lediglich die Nummer eins der Gäste, Shan Xiaona von knappen Partien betroffen. Nach einem 2:0 gegen Shi Qi lief die Chinesin zu 

Shi Qi vom TUSEM Essen zeichnet sich aus (Aufnahme: Petra Steyer)Shi Qi vom TUSEM Essen zeichnet sich aus (Aufnahme: Petra Steyer)
Hochform auf und kaufte mit einem 11:9, 11:3, 11:8 der Deutschen Meisterin den Schneid ab. „Je länger das Spiel dauerte, umso besser wurde die Qualität bei Shi Qi. Sie ist eine richtig klasse Akteurin, und ihre Leistung ließe sich bestimmt noch um zehn bis fünfzehn Prozent in einer absoluten Topmannschaft steigern. Nana wirkte am Ende nicht mehr so frisch. Durch den Titelgewinn, das Länderspiel in dieser Woche und unser zweites Punktspiel, kein Wunder. Es stürzt doch eine Menge auf sie ein“, berichtete Leicher. Beim sechsten Punkt biss sich Shan Xiaona gegen Elke Schall-Süß mit einem 11:8, 12:10, 9:11, 5:11 und deutlichem 11:3 dann aber durch. Und im ersten Einzel musste sich die TUSEM-Spitzenspielerin gegen Wu Jiaduo beim 9:11, 7:11, 13:11, 5:11 mit einer mageren Ausbeute begnügen. „Ein Satzverlust passiert schon mal, aber der vierte Abschnitt war schon eine klare Angelegenheit. Das 3:1 von Dudu gegen Shi Qi zählte nicht mehr, aber das war erste Sahne, in jeder Hinsicht“, freute sich Leicher.

Im unteren Paarkreuz hatten Toth und Silbereisen gegen Balazova und Yin Na keine Ängste beim jeweiligen 3:1 auszustehen. „Das 6:1 hat meine Erwartungen positiv übertroffen, denn Essen war immerhin Tabellendritter vor diesem Spieltag. Aus diesem Resultat ziehen wir viel Selbstvertrauen für das Spitzenspiel gegen den TTSV Saarlouis-Fraulautern in der kommenden Woche“, meinte der Teambetreuer.

„Teilweise war für uns mehr drin. Die Sätze und die einzelnen Ballwechsel verliefen umkämpft und knapp. Ganz stark spielte Shi Qi, die sich nach einem fast aussichtslosen Rückstand gegen Nana mit einem 11:9 zurückmeldete und das Match noch drehte. Elke verlor gegen Dudu den Rhythmus, weil sich eine Bodenplatte in der Halle gelöst hatte, und gegen Shan gab sie den zweiten Satz unglücklich ab. Yin Na war leider zu schwankend in ihrer Leistung, sie konnte die guten Phasen nicht konstant durchziehen. Ein bis zwei Punkte hätten wir uns allerdings schon mehr verdient gehabt“, sagte TUSEM-Pressesprecher Niklas Buhr.

Martina Emmert (www.tischtennis.de)