Favoriten behaupten sich ohne Probleme PDF Drucken E-Mail
 FSV Kroppach – LTTV Leutzscher Füchse 1990: 6:0

 

Leipzigerinnen kommen nicht zum Luftholen

Tabellenführer FSV Kroppach legte die von den LTTV Leutzscher Füchse 1990 gefürchtete Perfektion in den Doppeln mit einem 2:0 an Tag. Kathrin Mühlbach/Marina Shavyrina kamen zwar zweimal in die Nähe eines Satzgewinns, aber eben nur in die Nähe. Letztendlich verbuchten Shan Xiaona/Krisztina Toth ein souveränes 3:0, ebenso wie Wu Jiaduo/Kristin Silbereisen gegen Linda Renner/ Do Thi Huong.

Wu Jiaduo erwischte dann die Nummer eins der Gäste Shavyrina zum 10:0 auf dem völlig falschen Fuß. Nach dem 11:1 und 9:5 versuchte die Russin das Break  der Auszeit zu nutzen, um ihren Rhythmus zu finden. Doch die

Wu Jiaduo vom FSV Kroppach (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)Wu Jiaduo vom FSV Kroppach (Aufnahme: Rainer Oppenheimer)
Überlegenheit der Nummer 30 der Weltrangliste hielt zum 11:6 und 11:2 an. Auch Shan sowie Silbereisen und Toth spulten ihr Programm mit großer Präzision ab, sodass die 110 Zuschauer keinen einzigen Satzverlust sahen und der FSV-Express zum 6:0 und 18:0 rauschte. Mit einer Niederlage hatte der Aufsteiger sicher gerechnet, dass sie nach rund 60 Minuten so herb ausfallen würde, sicher nicht.   

„Die Ergebnisse sprechen für sich, und ohne Satzverlust haben wir zumindest in dieser Saison noch nicht gewonnen. Ich muss der Truppe ein Kompliment machen, denn es ist nicht einfach hundertprozentige Konzentration aufzubauen, wenn man weiß, dass man besser ist. Das haben die Spielerinnen super hinbekommen, das war die richtige Vorbereitung für morgen in Essen. Diese Spannung wollen wir uns bewahren“, lobte FSV-Teambetreuer Dennis Leicher. Beim anschließenden Essen saßen Spielerinnen und Fans gemeinsam zusammen. „Wir sind halt eine große Familie, das werden wir durch unseren Rückzug schon vermissen“, sagte Leicher.

„Wir hatten sogar auf einen Überraschungspunkt gehofft, aber unsere Gegnerinnen waren drei Klassen besser als wir. Obwohl wir nicht einmal eine schlechte Leistung zeigten, waren wir sehr weit weg. Der FSV präsentierte sich in hervorragender Form, das erkennen wir neidlos an. Nach ein sehr langen Fahrt, tut eine Niederlage nach einer Stunde schon weh, aber unsere Gastgeber begrüßten uns sehr, sehr freundschaftlich, und auch das Publikum verhielt sich sehr fair“, berichtete LTTV-Trainer Kai Wienholz.

 

Martina Emmert (www.tischtennis.de)