Die frischgebackene Deutsche Meisterin Shan Xiaona wird in Kroppach begrüßt PDF Drucken E-Mail
Freitag, 19.30 Uhr: FSV Kroppach – LTTV Leutzscher Füchse 1990

 

Der FSV Kroppach landete gegen den LTTV Leutzscher Füchse 1990  in der Hinrunde einen von bislang fünf 6:0-Siegen. Überheblichkeit lässt sich beim Tabellenführer aber nicht blicken, auch wenn mit Shan Xiaona die aktuelle Deutsche Meisterin das Team anführt. Verfolger TTSV Saarlouis-Fraulautern verfügt über eine absolvierte Partie mehr und zog vom Spielverhältnis mit 65:16 zu 69:20 gleich. Die Differenz beträgt nur noch zwei Punkte. „Wir wollen unseren alten Vorsprung wieder herstellen und gewinnen. 

Shan Xiaona vom FSV Kroppach präsentiert sich in Topform (Aufnahme: Ronny Pabst)Shan Xiaona vom FSV Kroppach präsentiert sich in Topform (Aufnahme: Ronny Pabst)
Allerdings überraschte mich die Nummer eins der Leipzigerinnen Marina Shavyrina in der Vorrunde schon sehr positiv. Da müssen wir auf der Hut sein. Außerdem wird Kathrin Mühlbach durch die Halbfinalteilnahme bei der Deutschen Meisterschaft Selbstvertrauen getankt haben, das schafft man nicht im Vorbeigehen“, mahnt FSV-Teambetreuer Dennis Leicher.

„Auf uns wartet mit den beiden schweren Auswärtsspielen ein hartes Brot, bevor dann schon das entscheidende Kellerduell gegen den NSC Watzenborn-Steinberg folgt. Die Mannschaft freut sich immer sehr auf die Fahrten, bei denen sie viel Spaß haben. Für unsere drei Leipzigerinnen ist es zudem eine Ehre wenigstens einmal bei so einem erfolgreichen Klub wie Kroppach gespielt zu haben. In den letzten Partien punkteten wir schon mal im Doppel, da aber der FSV über die besten Bilanzen der Liga verfügt, wird es wohl schwierig unseren angestrebten Ehrenpunkt zu packen“, meint LTTV-Pressesprecher Lars Wittchen.

LTTV-Präsident Christian Klas nahm Stellung zum Rückzug des TTSV Saarlouis-Fraulautern und bekundete selbst ein Weitermachen in der Saison 2013/14. Eine positive Manöverkritik des Aufsteigers. „Fürwahr eine merkwürdige Entwicklung. (Augenzwinkernd:) Wenn es so weiter geht werden wir mit unserer Aufstellung bald ein ernsthafter Meisterschaftskandidat.
Damit ist eigentlich auch die Frage nach personellen Veränderungen schon beantwortet. Weder unsere bodenständige lokalheroische Philosophie, noch die Tatsache dass nacheinander die Großen und Starken der Liga den Rücken kehren und schon gar nicht das unscheinbare Profil unseres Geldbeutels, können uns dazu bewegen, plötzlich hyperaktiv am Marktgeschehen teilzunehmen. Insofern wird es aus heutiger Sicht keine Überraschungen geben, weder in die eine, noch in die andere Richtung. Falls doch, werden wir fuchsartig darauf zu reagieren wissen.
Den Rückzug solcher Protagonisten wie Kroppach oder Fraulautern bedauern wir sehr, verbinden damit aber auch die Hoffnung auf eine besser erreichbare Plattform und mehr qualifizierte Spielpraxis für einheimische Talente überall in Deutschland. Die Titeljagd mit ausländischen, teilweise in die Jahre gekommenen Promis auf wackligen und für die Mehrheit der seriös geführten Vereine unerreichbaren Budgets ist eben auch nur eine Blase.
Ich erhoffe mir einen großen Schub für die Motivation weiterer ganz normaler Vereine wie uns sich am Leistungssport zu beteiligen und es ganz nach oben zu wagen. So eine Art Normalisierung, für eine breitere Spitze, mehr Lokalkolorit und mehr Spannung.“


Sonnabend, 15 Uhr: TUSEM Essen – FSV Kroppach

 

David gegen Goliath

Auch der TUSEM Essen muss nach einer vierwöchigen Spielpause erst einmal wieder auf Betriebstemperatur kommen. Das darf gegen den Spitzenreiter FSV Kroppach nicht zu lange dauern, sonst hat sich die Partie im Handumdrehen erledigt. „Wir fühlen uns in diesem Vergleich immer wie Hoffenheim gegen Bayern München. Ein, zwei Punkte liegen für uns vielleicht drin, mehr aber wohl nicht“, glaubt TUSEM-Geschäftsführer Hans-Willi Frohn. Er denke allerdings noch gern an einen Sieg zu Zeiten des Dreiersystems. „Da verliefen die Spiele 

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viel spannender, der Rückschritt auf das Vierersystem war ein Fehler. Die Kosten waren für die Vereine auch nicht so hoch. Ich bin jetzt 32 Jahre dabei, habe immer alles gern gemacht, die Mädels sogar bekocht. Auch diese Zeiten haben sich geändert, weil die Terminlage der Spielerinnen zu komplex geworden ist. Wir werden in der kommenden Saison dabei sein, aber unsere Verträge laufen nur noch über ein Jahr nicht länger. Und die aktuellen Verträge sind noch nicht alle in trockenen Tüchern. Ich habe mich auch in der 2. Liga umgesehen. Ich bin nicht mehr bereits kraftraubende Klimmzüge zu veranstalten. Die Situation wird dazu beitragen, dass das Niveau in der Liga sinkt“, erklärt Frohn.

„Die Meinung von Hans-Willi kann ich nur teilen. Dass wir das Dreiersystem aufgegeben haben, war für mich ganz persönlich der Anfang vom Ende“, sagt FSV-Teambetreuer Dennis Leicher.

Der Aufgabe in Essen blickt Leicher mit viel Respekt entgegen. „Unsere Gastgeberinnen können uns super gefährlich werden, da müssen wir schon hundert Prozent bei der Sache sein. Wir müssen aufpassen, dass wir in keinen negativen Strom kommen, den schon ein einzelnes Spiel auslösen kann. Wir werden uns entsprechend vorbereiten und erinnern, was in der Hinrunde gut funktionierte. Ich rechne damit, dass kein spezielles, sondern alle Partien umkämpft und eng werden“, ist Leicher überzeugt.

Martina Emmert (www.tischtennis.de)