TTG Bingen ist eine sehr hohe Hürde PDF Drucken E-Mail


Spitzenreiter FSV Kroppach spielt am Samstag beim Tabellendritten – In den Doppeln punkten

Von unserem Redakteur Christoph Gerhards

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Normalerweise zittern die Gegner, wenn Serienmeister FSV Kroppach zu Besuch kommt. Bei Dana Cechova ist das anders. Die Tschechin im Dress der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim läuft regelmäßig zu Höchstform auf, wenn es gegen die Westerwälderinnen geht. Foto: Petra Steyer



Kroppach. In der Tischtennis-Bundesliga der Frauen hat der FSV Kroppach an diesem Wochenende die höchste Hürde auf seinem Weg zum vermeintlich vorentscheidenden Spiel um die deutsche Meisterschaft in Saarlouis-Fraulautern (24. März) zu überwinden. Am Samstag um 18.30 Uhr muss der Spitzenreiter in der Sporthalle der Grundschule „Am Mäuseturm“ beim Tabellendritten TTG Bingen/Münster-Sarmsheim bestehen.

Im Hinrundenspiel am 14. Dezember hatte das Kroppacher Quartett 200 Minuten lang kämpfen müssen, bevor ein knapper 6:4-Sieg nach einem 0:2-Rückstand gegen Ding Yaping, Zhenqi „Lulu“ Barthel, Dana Cechova und Laura Robertson unter Dach und Fach war. Die überragende Punktesammlerin kam an jenem Abend mal nicht aus der erfolgsverwöhnten Kroppacher Mannschaft, sondern aus dem Gästeteam: Die Tschechin Dana Cechova, vielen besser unter ihrem Mädchennamen Hadacova bekannt, gewann nicht nur ihr Doppel an der Seite von Ding Yaping, sondern auch die Einzel gegen Krisztina Toth und Kristin Silbereisen.

„Kroppach ist offenbar ihr Lieblingsgegner“, sagt dazu FSV-Teamchef Dennis Leicher. „Sie spielt einfach gut gegen unser zweites Paarkreuz und hat auch schon Sun Bei Bei geschlagen.“

Wichtig wird es aus Kroppacher Sicht sein, nicht wieder beide Doppel zu verlieren. „Man hat im Hinrundenspiel gesehen, wozu unsere Mannschaft trotzdem in der Lage ist, aber wir wollen uns natürlich nicht noch einmal selbst so unter Druck setzen. Wenn wir nur ein Doppel gewinnen, ist es schon schwer, uns zu schlagen“, weiß Leicher, „mit zwei Siegen im Doppel ziehen wir fast jedem Gegner früh den Zahn.“ Insgesamt müsse die Kroppacher Mannschaft gegenüber dem vergangenen Sonntag und dem 6:3-Sieg in Böblingen noch ein paar zusätzliche Prozent rauskitzeln. „Denn Bingen ist gefährlicher als Böblingen. Man weiß nie, in welcher Tagesform Lulu Barthel aufläuft. In ihrem Doppel in Kroppach hat sie alles getroffen. Ihre Begegnungen gegen Wu und Shan sind 50:50-Spiele.“

Leicher geht davon aus, dass sich Shan Xiaona durch ihre beiden Einzel-Niederlagen in Böblingen nicht verunsichern lässt: „Das wirft sie nicht um. Die Vergangenheit zeigt, dass sie nach solchen Niederlagen, die im Sport einfach dazu gehören, stets ganz besonders motiviert ist.“

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 14. Februar 2013, Seite 13