Die Gegner nicht an klaren Resultaten messen PDF Drucken E-Mail

FSV Kroppach erwartet am Freitag den Neuling DJK Kolbermoor und spielt am Sonntag in Böblingen
 
Von unserem Redakteur Christoph Gerhards


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Die deutsche Nationalspielerin Sabine Winter, hier noch im Trikot des TSV Schwabhausen, ist am Freitag mit dem Aufsteiger DJK Kolbermoor in Kroppach zu Gast. Foto: Jürgen Vohl



Kroppach. Der FSV Kroppach startet mit einem Doppelspieltag am Karneval-Wochenende in seine letzte Halbserie in der Tischtennis-Bundesliga der Frauen. Zum Auftakt der Rückrunde erwartet der Tabellenführer am Freitag um 19.30 Uhr den Aufsteiger DJK Kolbermoor. Am Sonntag folgt dann um 10.30 Uhr das Auswärtsspiel beim SV Böblingen.

Kroppachs Teamchef Dennis Leicher warnt völlig zu Recht davor, die Gegner an den Ergebnissen aus der Hinrunde zu messen, als der Meister aus dem Westerwald beide Begegnungen deutlich gewann. Zumal Kroppachs Leistungsträgerin „Dudu“ Wu Jiaduo gerade erst eine Grippe auskuriert hat. „Da müssen wir jetzt erst mal sehen, wie sie kräftemäßig beeinander ist“, sagt Leicher.



FSV Kroppach - DJK Kolbermoor

Der Neuling aus der unmittelbaren Nachbarschaft von Rosenheim kommt als Tabellensiebter mit 8:14 Punkten und dem 6:1-Sieg aus der Vorwoche gegen die Leutzscher Füchse aus Leipzig nach Kroppach.

Die Gäste bieten mit Tan Monfardini und Sabine Winter ein starkes oberes Paarkreuz auf. „Die können uns schon gefährlich werden, das kann eine heiße Kister werden“, warnt Leicher. Beim Kroppacher 6:1-Erfolg im Hinrundenspiel bezwang Tan (13:6-Bilanz) „Dudu“ Wu Jiaduo deutlich, die auch gegen Winter zurücklag, doch dieses Spiel kam nicht mehr in die Wertung. Schwer taten sich zudem das Doppel Wu/Kristin Silbereisen gegen Tan/Winter sowie Krisztina Toth in ihrem Einzel gegen ihre ungarische Landsfrau Krisztina Ambrus. Unter dem Strich sollte sich das Kroppacher Quartett auf jeden Fall durchsetzen, doch mit Blick auf das spannende Titelduell mit Saarlouis-Fraulautern heißt die Kroppacher Devise, die Spiele möglichst deutlich zu gewinnen, damit man sich gegen Saisonende im Saarland gegebenfalls auch eine (knappe) Niederlage leisten kann.



SV Böblingen - FSV Kroppach

Mit Rang sechs und 8:10 Punkten hinkt das überaus routinierte Quartett des SV Böblingen den eigenen Ansprüchen hinterher. Die Mannschaft kann aber am Sonntag ohne jegliche Nervenbelastung ganz locker aufspielen, denn nach dem 0:6-Debakel im Westerwald kann es für die Schwäbinnen diesmal nur besser laufen.

Ende November verlor Böblingens Spitzenspielerin Qianhong Gotsch (11:4-Bilanz) erstmals nach Jahren ganz knapp gegen Wu Jiaduo, auch Krisztina Toth benötigte fünf Sätze, um die Ex-Kroppacherin Xu Yanhua zu bezwingen. Auf die wird sie am Sonntag im Einzel nicht treffen, denn der SV Böblingen hat seine Mannschaft nach der Hinrunde umgestellt. Xu rückt für Nicole Struse ins obere Paarkreuz auf. „Der Name Nicole Struse zieht immer noch“, meint Dennis Leicher, „da werden im unteren Paarkreuz an sie sicherlich hohe Erwartungen geknüpft, da sollte sie für Böblingen eine Bank sein.“

Aus Kroppacher Sicht sind auch die beiden Böblinger Doppel Struse/Urban (6:3-Bilanz) und Gotsch/ Xu (5:4) keinesfalls zu unterschätzen.

Westerwälder Zeitung vom Donnerstag, 7. Februar 2013, Seite 13