Jahresrückblick - Der FSV wird zum Serienhelden PDF Drucken E-Mail
Kroppacher Frauen gewinnen ihren fünften DM-Titel in Folge – Rückzug angekündigt


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Der FSV Kroppach ist mal wieder ganz oben: Shan Xiaona, Anastasia Voronova, Kristin Silbereisen, Coach Dennis Leicher, Wu Jiaduo und Krisztina Toth (von links) feiern auch den fünften DM-Titel in Serie ausgelassen.Fotos: Jürgen Vohl, Andreas Hergenhahn (2), Michael Wallrath, Marco Rosbach (2)


Kroppach. Der FSV Kroppach dominiert die Tischtennis-Bundesliga der Frauen anscheinend nach Belieben. Zum fünften Mal in Folge sichert sich der Verein die deutsche Meisterschaft, insgesamt werden die Kroppacherinnen zum sechsten Mal nationaler Titelträger. Lediglich zum Abschluss der Hinrunde kassieren die Kroppacher Frauen eine Niederlage. Das 2:6 beim TTSV Saarlouis-Fraulautern bleibt in der Endabrechnung jedoch ohne Auswirkung, da sich das FSV-Team in der Rückrunde schadlos hält und in acht Spielen in diesem Jahr lediglich sechs Partien abgibt. Mit 30:2 Punkten und 92:21 Spielen ist der Vorsprung auf den Verfolger Saarlouis-Fraulautern (25:7; 87:43) enorm.

Zum Saisonfinale revanchiert sich der FSV Kroppach gegen den Herausforderer und gewinnt vor eigenem Publikum mit 6:3. Der Titelgewinn steht freilich schon vor diesem abschließenden Duell fest: Bei der TTG Bingen gewinnt die Kroppacher Mannschaft zwei Tage zuvor mit 6:2 und macht damit die Meisterschaft perfekt.

Shan Xiaona, Wu Jiaduo, Kristin Silbereisen, Krisztina Toth und Anastasia Voronova geben im Verlauf der Rückrunde jeweils nur ein Spiel ab und dominieren die Konkurrenz eindrucksvoll. Im Doppel bleiben Shan und Toth in der zweiten Saisonhälfte sogar gänzlich unbesiegt. Silbereisen und Wu verlieren in der Rückrunde nur eine Begegnung.

Auch in der neuen Runde läuft es nach Plan, das 5:5 im Spitzenspiel gegen Herausforderer Fraulautern ist kein Problem. Umso überraschender die Ankündigung am Ende des Jahres: Zur neuen Saison wird der FSV Kroppach seine erfolgsverwöhnte Frauen-Mannschaft, die das Klassement zum Jahreswechsel anführt, aus der Bundesliga zurückziehen. Zum Ausstand, das ist klar, soll's noch einmal einen Titel geben. Die Chancen stehen gut.ot/ros

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 29. Dezember 2012, Seite 18