FSV Kroppach löst Pflichtaufgabe souverän PDF Drucken E-Mail


Meister beschließt die Hinrunde mit einem 6:0-Sieg gegen NSC Watzenborn

Pohlheim/Kroppach. Angesichts des bevorstehenden Rückzugs des FSV Kroppach aus der Tischtennis-Bundesliga der Frauen (siehe Seite 20 dieser Ausgabe) geriet der 6:0-Erfolg im letzten Hinrundenspiel beim NSC Watzenborn-Steinfeld fast zur Nebensache. Nach dem dreieinhalbstündigen harten Kampf beim 6:4-Heimsieg über Bingen benötigte das Quartett des Deutschen Meisters im Spiel gegen den Aufsteiger vor 110 Zuschauern in Pohlheim bei Gießen nur 70 Minuten, um Rang eins zum Abschluss der Hinrunde zu zementieren.

„Es fällt richtig schwer, dazu etwas zu sagen“, meinte Kroppachs Teamchef Dennis Leicher angesichts des Klassenunterschieds, denn seine Schützlinge gaben nur zwei Sätze ab. „Das ist ein netter Verein mit einer netten Mannschaft“, fand er ebenso nette Worte für den sportlich total überforderten Gastgeber. „Unsere Spielerinnen haben dieses klare Ergebnis locker im ersten Gang einfahren können. Krisztina Toth hat mit ihrer attraktiven Spielweise den Zuschauern noch was geboten.“

Etliches bieten müssen hatte der FSV Kroppach am Freitagabend beim 6:4 gegen Bingen nach 0:2-Rückstand. „Da hat die Mannschaft ihren tollen Charakter gezeigt“, schwärmte Leicher. „Die Spielerinnen haben sich zusammengerissen und alles aus sich herausgeholt. Immerhin haben wir im oberen Paarkreuz 4:0 gegen den Tabellendritten gespielt, obwohl Bingen nach den beiden Doppeln im Aufwind war und Zhenqi Barthel in Doppel und Einzel eine Topleistung geboten hat, sie traf fast alles.“

Da sich der FSV Kroppach zu diesem Sieg durchbiss, sicherte er sich zum Abschluss der Hinrunde zwei Punkte Vorsprung auf den Mitfavoriten Saarlouis-Fraulautern, der in Berlin mit 4:6 unterlag. „Li Fen hatte dort wohl einen schlechten Tag, und niemand konnte das ausbügeln. So etwas kann uns auch einmal passieren“, sieht Leicher noch einen weiten Weg bis zum Rückspiel in Saarlouis am 24. März. „Bis dahin schauen wir nur auf uns. Wir haben eine Bombenhinrunde gespielt und in den letzten zweieinhalb Jahren nur drei Punkte abgegeben. Diese Konstanz sollten wir möglichst beibehalten.“

Christoph Gerhards



NSC Watzenborn - FSV Kroppach 0:6

Gürz/Dömges - Wu/Silbereisen 6:11, 7:11, 3:11; Apel/Czajkowski - Shan/Toth 9:11, 11:9, 5:11, 5:11; Gürz - Wu 9:11, 11:8, 7:11, 2:11; Dömges - Shan 8:11, 7:11, 2:11; Apel - Toth 3:11, 5:11, 4:11; Czajkowski - Silbereisen 1:11, 5:11, 7:11.

Westerwälder Zeitung vom Montag, 17. Dezember 2012, Seite 22