Der FSV Kroppach holt sich die Poolposition PDF Drucken E-Mail

 

Der FSV Kroppach holt sich die Poolposition
Kristin Silbereisen vom FSV Kroppach
Frankfurt/Main. Für den FSV Kroppach hat sich die Hürde beim LTTV Leutzscher Füchse von 1990, wie erwartet, als nicht sonderlich hoch erwiesen. Mit dem 6:0 verdrängte der FSV die Saarländerinnen von Platz eins. Positive Akzente bei den Leipzigerinnen setzte Marina Savyrina beim 1:3 gegen Shan Xiaona. Mehr als achtbar zog sich der Tabellenneunte NSC Watzenborn-Steinberg beim 2:6 bei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim aus der Affäre. Angelina Gürz düpierte mit ihrem Fünf-Satz-Erfolg Dana Cechova.

 

LTTV Leutzscher Füchse 1990 – FSV Kroppach 0:6

 

In 65 Minuten war der Spuk vorbei

Der FSV Kroppach hat sich von der Suchaktion nach der Halle nicht irritieren lassen und beim Neuling LTTV Leutzscher Füchse 1990 den erwartet glatten Erfolg eingefahren. Mit 11:1 Punkten und dem Vorsprung von zwei Spielen löste der amtierende Deutsche Meister den TTSV Saarlouis-Fraulautern vor dem letzten Hinrundenspieltag in 14 Tagen von der Spitze ab.

In den Doppeln kamen die Gastgeberinnen ohne Satzgewinn mit 0:2 unter die Räder, und auch Kathrin Mühlbach verfügte gegen Wu Jiaduo beim 6:11, 6:11, 8:11 nicht über die entsprechenden Mittel die Nationalspielerin in Verlegenheit zu bringen. Dafür bot am Nebentisch Marina Shavyrina gegen die Nummer eins des FSV Shan Xiaona beim 11:6, 10:12, 7:11, 7:11 eine tadellose Vorstellung. Nach dem Satzverlust war es allerdings nur eine Frage der Zeit, wann sich bei der Viertelfinalsitin der German Open die richtige Taktik einstellte. Die Entscheidung gegen die Russin fiel im zweiten Durchgang nach einem 5:8 und 9:9 zum 10:12. Danach hatte Shan ihre Gegnerin sicher im Griff. „Ich wollte ein schönes Spiel zeigen und hoffte gut mithalten zu können. Nach dem ersten Satz habe ich gespürt, dass ich mir nicht zu viel vorgenommen hatte. In Spanien habe ich zwei Jahre zusammen mit einer Penholder-Akteurin in einer Mannschaft gespielt, deshalb war ich die Spielweise gewohnt. Der Knackpunkt war der zweite Satz, als ich meine Gegnerin beim 10:11 mit einem langen Aufschlag überraschen wollte, ich aber einen Fehlaufschlag produzierte“, sagte Shavyrina. Sie habe sich mental auf die Stärke der 1. Liga vorbereitet, und es mache ihr viel Spaß hier in Deutschland gegen gute Konkurrentinnen zu spielen. „Ich fühle mich im Verein wohl, und habe mich schon voll integriert“, ergänzte die Nummer zwei. Als Dolmetscherin fungierte Mühlbach, deren Mutter ebenfalls Russin ist, sodass sie entsprechend zweisprachig aufwuchs.

Im unteren Paarkreuz setzte der LTTV im Einzel neben Anna-Marie Helbig Huong Do Thi ein. Die Zwei bekamen von der Linkshänderin Krisztina Toth sowie Kristin Silbereisen eine kostenlose Lehrstunde erteilt und blieben absolut chancenlos.

„Marina spielte wirklich riesig, und wir hatten für einen Moment gehofft, dass sie uns in die Pause rettet. Aber es sind halt keine kinderleichten Bälle die Shan spielt, sodass es nicht ganz reichte. Kathrin konnte das hohe Tempo von Wu Jiaduo nicht mitgehen. Dabei ist es auch sehr schwer die Bälle genau zu platzieren, und da war ihre Gegnerin einfach viel sicherer. Kathrin wird die Niederlage verschmerzen. Dass Kristin Silbereisen ihr Spiel knallhart durchgezogen hat, fand ich in Ordnung. Wir wollen sehen wo wir stehen, und wo noch etwas fehlt. Schön mit anzusehen war die Ballonabwehr von Krisztina Toth gegen Anna-Marie“, resümierte LTTV-Trainer Kai Wienholz.

„Die Gegnerin von Shan hatte natürlich nichts zu verlieren, und traf gute Bälle. Besonders gefallen hat mir Anna-Marie Helbig, die versuchte mit ihren Möglichkeiten gegen Tothi gutes Tischtennis zu spielen. Sie freute sich über jeden Punkt. Jetzt gehen wir erst einmal ganz entspannt essen“, berichtete FSV-Teambetreuer Dennis Leicher zufrieden.

Martina Emmert (www.tischtennis.de)