Kroppach fühlt sich als Jäger wohl PDF Drucken E-Mail
alt
Bild vergrößern
Kroppachs Nummer eins „Nana“ Shan Xiaona profitiert derzeit von ihrer Matchpraxis und trumpft in Topform auf. Foto: Marco Rosbach


FSV gewinnt beim Aufsteiger DJK Kolbermoor mit 6:1
 
Kolbermoor. In der Tischtennis-Bundesliga der Frauen hat der FSV Kroppach nach dem 6:0-Heimsieg gegen TuSEM Essen ein fast perfektes Wochenende mit einem 6:1-Sieg beim Aufsteiger DJK Kolbermoor abgerundet. „Wir haben unser Ziel erreicht und in der Tabelle nach vorn aufgeschlossen“, bilanzierte FSV-Teamchef Dennis Leicher, „wir fühlen uns in der Rolle des Jägers richtig wohl.“

Immerhin 230 Zuschauer wollten beim Neuling den Deutschen Meister sehen, der knapp zweieinhalb Stunden kämpfen musste, bevor er sich mit 6:1 „standesgemäß“ durchgesetzt hatte. „Dudu“ Wu Jiaduo und Kristin Silbereisen gingen in ihrem Doppel gegen Kolbermoors Spitzenpaarkreuz Wenling Tan-Monfardini/Sabine Winter wie schon am Freitag gegen Essen in einen fünften Satz. „Zunächst gab es viel Kampf und Krampf, erst im fünften Satz lief es gut“, sagte Leicher, der sich um das kaum geforderte Doppel Shan/Toth weit weniger Sorgen machen musste.

Eine sehr gut spielende Tan-Monfardini sorgte dann mit einem Dreisatz-Sieg über Wu, die nicht auf der Höhe ihrer Schaffenskraft agierte, für Kolbermoors Anschluss- und „Ehrenpunkt“. Denn eine laut Leicher „unglaublich gut“ spielende „Nana“ Shan Xiaona ließ sowohl der deutschen Nationalspielerin Sabine Winter wie auch nach der Pause Tan-Monfardini keine Chance. „Nana ließ nichts durch. Das war ein deutsches Prellwerk, von der chinesischen Mauer kann man ja nach ihrer Einbürgerung nicht mehr reden“, schmunzelte er. Krisztina Toth gegen ihre ungarische Landsfrau Krisztina Ambrus und Kristin Silbereisen gegen die erst 16-jährige Chantal Mantz agierten im zweiten Kroppacher Paarkreuz gewohnt souverän. Christoph Gerhards



DJK Kolbermoor - FSV Kroppach 1:6

Ambrus/Mantz - Shan/Toth 2:11, 7:11, 9:11; Tan-Monfardini/Winter - Wu/Silbereisen 12:10, 7:11, 11:7, 5:11, 8:11; Tan-Monfardini - Wu 11:3, 12:10, 12:10; Winter - Shan 3:11, 12:14, 5:11; Ambrus - Toth 11:9, 7:11, 12:14, 7:11; Mantz - Silbereisen 9:11, 5:11, 5:11; Tan-Monfardini - Shan 9:11, 8:11, 8:11.

Westerwälder Zeitung vom Montag, 19. November 2012, Seite 26