GERMAN OPEN 2012 - Solja/Winter stehen nach 4:3-Erfolg über Wu/Silbereisen im Endspiel PDF Drucken E-Mail

 

Solja/Winter stehen nach 4:3-Erfolg über Wu/Silbereisen im EndspielFinale, oho: Das Duo Winter/Solja hat es geschafft (Foto: ms)
Bremen. Toller Erfolg für die Youngster Petrissa Solja (18/Linz AG Froschberg) und Sabine Winter (20/SV DJK Kolbermoor): Das junge Duo steht im Doppel-Finale der German Open. In einem deutschen Halbfinale bezwangen Winter/Solja die Deutschen Meister und EM-Dritten Wu Jiaduo/Kristin Silbereisen (Kroppach) in sieben Sätzen.

Damen-Doppel
Halbfinale
Petrissa Solja/Sabine Winter - Kristin Silbereisen/Wu Jiaduo 4:3 (5, -5, -8, 8, -8, 8, 7)
Jugend besiegt Erfahrung – so das kurze Fazit des Halbfinales. „Den vierten Satz haben wir verschenkt“, ärgerte sich Kristin Silbereisen, 27, vom FSV Kroppach und ihre Vereinskollegin Wu Jiaduo (35) pflichtete ihr bei: „Das wir die Chance auf eine 3:1-Führung vergeben haben, war wohl entscheidend für den Spielverlauf.“ Allerdings seien sie beide bei diesem Turnier nicht in Bestform gewesen, Kristin wegen ihrer Ausbildung, sie selbst wegen eines zweiwöchigen Lehrgangs bei der Bundeswehr. Aber: „Natürlich wollten wir dieses Halbfinale gewinnen“, versicherten die beiden Kroppacherinnen unisono.
Überglücklich umarmten sich derweil die deutlich jüngeren Siegerinnen. „So gut wie hier haben wir noch nie zusammen gespielt“, strahlte Sabine Winter, 20, vom SV DJK Kolbermoor, im letzten Jugendjahr sei es zwar phasenweise „nicht so gut gelaufen“, doch hätten sie „schon damals gemerkt, dass wir gut zusammenpassen“. Als überaus vorteilhaft betrachten die beiden jungen Frauen ihre intensive Kommunikation. „Dabei geht es zum Teil um Taktik, vor allem aber um Motivation“, berichtete Petrissa Solja, 18 und beim österreichischen Erstligisten Linz AG Froschberg unter Vertrag. Und die jüngste Aktive im Halbfinal-Quartett ließ noch mehr durchblicken: „Ich spreche nur mit Sabine so viel, aber Sabine redet mehr.“ 
Allerdings: Allzu viele taktische Optionen hätten sich in diesem Vergleich ja nicht geboten, analysierte Sabine Winter, „man kennt sich doch aus dem Training und weiß, was die anderen machen“. Einzige Hoffnung insofern beim eigenen Time out („das war Petis Idee und ich habe zugestimmt“) sei deswegen die Hoffnung gewesen, „dass bei den anderen ein wenig der Rhythmus gestört wird“. Einig waren sich die beiden glücklichen Siegerinnen auch beim Blick auf das Endspiel am Sonntag: „Wir freuen uns unheimlich darauf, auch auf ein Spiel vor so großem Publikum.“ Das werde sicher ein großes Erlebnis, ist das Duo überzeugt und versprach: „Wir werden unser Bestes geben.“

Finale am Sonntag um 14:30 Uhr
Petrissa Solja/Sabine Winter -Jiang Huajun/Lee Ho Ching HKG

Willi Baur / FL (www.tischtennis.de)