World Cup: Vier Europäerinnen im Viertelfinale, aber kein guter Tag in Huanshi für Wu Jiaduo PDF Drucken E-Mail

 

World Cup: Vier Europäerinnen im Viertelfinale, aber kein guter Tag in Huanshi für Wu JiaduoEinzug in das Viertelfinale knapp verpasst: Wu Jiaduo
Huangshi. Die aussichtsreich gestartete Wu Jiaudo ist beim 150.000 Dollar dotierten World Cup der Damen in Huangshi ausgeschieden. Die Europe-Top-12-Gewinnerin unterlag am frühen Morgen der Singapur-Chinesin Feng Tianwei mit 1:4 und musste anschließend auch Jiang Huajun (Hongkong) gratulieren, während gleichzeitig auf der Überholspur die heute furios auftrumpfende Elizabeta Samara mit zwei unerwarteten Siegen gegen Asiens Asse an ihr vorbei zog.

Samaras Traumtag ließ Wus Traum vom Viertelfinale platzen


Der zweite Turniertag in Huangshi war nicht der Tag der 35-jährigen Kroppacherin, dafür wurde er zum bislang erfolgreichsten in der Karriere von Elizabeta Samara, die gestern im Auftakteinzel beim 0:4 nicht den Hauch einer Chance gegen die Deutsche Meisterin gehabt hatte. Die Rumänin hatte am Morgen mit einem Erfolg über die Weltranglisten-22. Jiang nur scheinbar Wus Chancen auf den Viertelfinaleinzug erhöht. Denn die im ITTF-Ranking an Position 38 notierte Samara strotzte anschließend auch beim sensationellen 4:1 über die Weltranglisten-Siebte Feng Tianwei vor Selbstbewusstsein und zog sogar als Gruppenerste noch vor Titelaspirantin Feng in das Viertelfinale ein.

Erfolg und Misserfolg Schulter an Schulter


Für Wu standen Erfolg und Misserfolg am Schlusstag Schulter an Schulter: Im Falle eines Sieges wäre Wu als Gruppensiegerin in das Viertelfinale eingezogen, so blieb ihr am Ende der Vorrunde durch die Niederlage im direkten Vergleich mit Jiang nur der vierte und letzte Gruppenplatz. Die Kroppacherin, die bei einer Niederlage Samaras gegen Feng in jedem Fall qualifiziert gewesen wäre, hätte auch aus eigener Kraft mit einem Erfolg über Jiang noch den Sprung in das Viertelfinale schaffen können, doch unter dem hohen Druck des Gewinnen-Müssens gelang es der in der vergangenen Woche an einer Virusinfektion erkrankten Europameisterin von 2009 nicht, ihre beste Leistung abzurufen. Am Ende der stetigen Bemühungen der Deutschen stand beim 11:5, 8:11, 10:12, 8:11, 13:11 und 5:11 eine 2:4-Niederlage, bei der sie in Satz fünf noch einem Matchball der Hongkong-Chinesin standhielt, in Durchgang sechs aber zuviele der Hochgeschwindigkeitsballwechsel mit einem Fehler beendete.

Hoher Druck, zu wenig Selbstvertrauen und leichte Fehler


Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp kommentierte die World-Cup-Vorstellung ihrer Spitzenspielerin gewohnt analytisch: "Der Auftakt gestern gegen Samara war in spielerischer und taktischer Hinsicht sehr gut. Das Match gegen Feng Tianwei würde ich als normal einstufen. Im entscheidenden Spiel gegen Jiang kamen dann gleich mehrere Faktoren zusammen: Dudu hatte die beiden letzten Vergleiche verloren und daher ohnehin ein nicht so gutes Selbstvertrauen, dazu kam durch den überraschenden Sieg Samaras über Feng der hohe Druck, unbedingt gewinnen zu müssen. Jiang hingegen, die Dudu ohnehin vom System nicht besonders gut liegt, konnte befreit aufspielen, weil es für sie nur noch um Platz drei ging." Eine Konstellation die verhinderte, dass Wu Jiaduo ihre beste Leistung abrief. Schöpp weiter: "Sie hat sich spürbar im Match nicht so wohl gefühlt und sie hat zuviele leichte Fehler produziert." Wu Jiaduo selbst ergänzte: "Ich konnte den Aufschlag von Jiang nicht so gut retournieren, das hat mir Probleme bereitet."

Mit Samara, Pavlovich, Liu Jia und Shen Yanfei erreichen vier Europäerinnen das Viertelfinale


Samara war nicht die einzige Europäerin, die beim Kampf um den Einzug in das Viertelfinale positiv überraschte. In Gruppe eins gelang hinter Turnierfavoritin Liu Shiwen (China) überraschend Weißrusslands Defensivass Viktoria Pavlovich durch einen Sieg über Europameisterin Li Jiao der Sprung unter die besten Acht, in Gruppe vier ließen sowohl die Österreicherin Liu Jia als auch Spaniens Nummer eins Shen Yanfei die Vorjahresdritte Tie Yana aus Honkong hinter sich. Daniela Dodean (Rumänien) durfte sich zwar am ersten Tag über einen feinen 4:2-Erfolg über Dang Yeseo freuen, musste sich aber am Ende mit Rang drei hinter Yu Mengyu (Singapur) und der Südkoreanerin begnügen. 
 

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